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Christian Pfeiffer

© Bischöfliche Pressestelle Hildesheim (bph)

14.10.2016

Kriminologe Syrer war hochgradig selbstmordgefährdet

„Eigentlich wollte er einen Heldentod sterben.“

Hannover – Nach dem Suizid des syrischen Terrorverdächtigen in einer Gefängniszelle in Leipzig zeigt sich der Kriminologe Christian Pfeiffer (Foto) aus Hannover entsetzt über die Zustände in Polizei und Justiz in Sachsen. Im Interview mit der „Neuen Presse“ (Freitagsausgabe) aus Hannover spricht er über eine klar zu erkennende Selbstmordgefährdung des Dschaber al-Bakr: „Eigentlich wollte er einen Heldentod sterben. So einer ist hochgradig selbstmordgefährdet.“

Pfeiffer verwies auf den emotionalen Zustand des 22-Jährigen. Danach sei er in seinem Vorhaben „erbärmlich gescheitert“, in seinen Augen ein Versager, der ohnehin entschlossen gewesen sei zu sterben. Man hätte den Mann in einer Zweierzelle mit einem arabisch sprechenden Untersuchungshäftling unterbringen oder ihn in der Zelle lückenlos überwachen müssen.

Pfeiffer sieht zudem strukturelle Probleme im Polizei- und Justizbereich: „Das sieht man ja auch daran, dass in Sachsen fünfmal so viele rechtsextrem motivierte Taten passieren wie im Rest der Republik.“ In der Landesregierung fehle ihm das Problembewusstsein, sagte Pfeiffer.

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