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26.07.2011

Kriminalpsychologe: Norwegischer Attentäter wollte „maximalen Schmerz“

Oslo – Der österreichische Kriminalpsychologe und Bestseller-Autor Reinhard Haller hält den norwegischen Attentäter für einen „Massakristen“, der fernab möglicher politscher Haltungen möglichst brutal handeln wollte: „Der Attentäter von Norwegen wollte maximalen Schmerz zufügen. Darin liegt die psychologische Erklärung für seine Persönlichkeit“, sagte Haller der Tageszeitung „Die Welt“.

„Das Politische ist als Thema wichtig, aber nicht mehr.“ Der Attentäter habe – typisch für sogenannte „Massakristen“ wie den Oklahoma-Attentäter Timothy McVeigh oder den Una-Bomber Ted Kaczynski – dem Töten höchste Priorität gegeben. Haller sagte zu solchen Tätern: „Wenn die Idee erst einmal wahnhaft geworden ist, ordnen sie ihr alles unter und nehmen dafür alles in Kauf.“ Die „Manifeste“ dieser Täter seien ganz ähnlich. „Sie täuschen immer eine große Bewegung vor, obwohl sie Einzeltäter sind.“

Haller bezieht seine Deutung auf die bislang bekannten Geschehnisse: „Das Töten von Angesicht zu Angesicht und die Jubelrufe, die er dabei ausstieß, deuten auf eine schwere Abnormität und Gemütskälte hin, auf eine höchst sadistische Persönlichkeit. Für einen hohen Sadismus spricht auch, dass er Kinder als Opfer auswählte.“

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