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Rocker-Streit an Rhein und Ruhr spitzt sich zu

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25.02.2013

Schießerei in Oberhausen Rocker-Streit an Rhein und Ruhr spitzt sich zu

Polizei ermittelt nach Schießerei in Oberhausen.

Oberhausen – Einen Tag nach den Schüssen auf einen jungen Rocker der Hells Angels in Oberhausen bleibt die Identität des Täters weiter unklar. Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge wurde mehrfach auf das Auto des 23-jährigen Rockers gefeuert. Insgesamt 13 Hülsen seien am Tatort sichergestellt worden, sagte ein Sprecher der Polizei Duisburg. Das Fahrzeug sollte im Laufe des Tages auf Spuren untersucht werden. Damit erreichten die bereits seit einiger Zeit schwelenden Auseinandersetzungen in der Rocker-Szene an Rhein und Ruhr eine neue Eskalationsstufe.

Bei dem Vorfall am Sonntagabend hatten Unbekannte auf dem Parkplatz vor einem Schnellrestaurant in Oberhausen-Sterkrade auf das Auto des 23-Jährigen geschossen. Der junge Rocker flüchtete und fuhr in ein Duisburger Krankenhaus, wo er mit Schussverletzungen operiert werden musste. Lebensgefahr bestand nicht. Nach der Operation versammelten sich rund 70 Rocker der Hells Angels in der Klinik, um sich nach seinem Gesundheitszustand zu erkundigen. Zwischenfälle gab es dabei nicht.

Die Polizei richtete eine Mordkommission ein, die bereits mit der Tatortaufnahme und Zeugenbefragungen begonnen hat. Die Kontrollen an einschlägigen Szenetreffs werden unterdessen nach Angaben der Polizei fortgesetzt, um zumindest dort weitere Auseinandersetzungen zu verhindern. „Wir bleiben an allen Brennpunkten weiterhin präsent“, sagte der Polizeisprecher.

In den vergangenen Wochen war es bereits mehrfach zu Streitigkeiten unter den verfeindeten Rockergruppen an Rhein und Ruhr gekommen. Die Polizei hatte ihre Präsenz daher an bekannten Rockertreffs verstärkt. Am Freitagabend vergangener Woche hatten mehrere Hundert Beamte das gesamte Stadtgebiet von Duisburg und dabei insbesondere das Gebiet rund um das Vereinsheim der Satudarah-Gruppe im Stadtteil Rheinhausen kontrolliert, wo die Rocker einen Clubabend abhielten. Nach Angaben der Polizei blieb es dort am Freitag und am Wochenende sowie an szenetypischen Treffs in Oberhausen und Kleve aber ruhig.

Eine Woche zuvor war es bei einem derartigen Clubabend der Satudarah-Gruppe zu einer Schlägerei unter rund 20 Rockern rivalisierender Banden gekommen. Verletzt wurde dabei niemand.

Bei einem weiteren Vorfall vor wenigen Tagen wurde ein 26-Jähriger in Düsseldorf von mehreren Männern mit einem Messer niedergestochen und schwer verletzt. Die Polizei nahm wenig später einen 30-Jährigen aus Köln vorläufig fest, der den Hells Angels angehören soll. Das Opfer wird der Satudarah-Gruppe zugerechnet.

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