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17.11.2009

Krebserkrankung von Lafontaine beendet vorerst Spekulationen über Rückzug

Berlin – Linkspartei-Chef Oskar Lafontaine hat heute bekannt gegeben, dass er sich aufgrund einer Krebserkrankung in den nächsten Monaten zurückziehen wird. Mit der öffentlichen Erklärung über seine Erkrankung will er weiteren Spekulationen über die Gründe für seinen Rückzug vom Fraktionsvorsitz vorbeugen, hieß es in einer Pressemitteilung. Der Politiker hatte nur wenige Tage nach den Bundestagswahlen im September erklärt, dass er auf eine abermalige Kandidatur um den Vorsitz verzichte. Die Linkspartei hatte daraufhin verbreitet, dass sich Lafontaine stärker auf die Parteiarbeit und seinen Posten als Bundesvorsitzender konzentrieren wolle. Auf Seiten der Medien waren jedoch Spekulationen über einen persönlichen Hintergrund der Entscheidung aufgekommen. Zuletzt hatte der „Spiegel“ über eine angebliche Affäre zwischen Lafontaine und Linkspartei-Politikerin Sahra Wagenknecht berichtet, was jedoch umgehend dementiert wurde. Mit einer Rede vor dem saarländischen Landtag wird der Politiker morgen seinen offenbar vorerst letzten politischen Auftritt abhalten, bevor er sich am Donnerstag einer Krebsoperation unterzieht. Ob er danach in die Politik zurückkehre, sei bislang nicht klar. Lafontaine werde nach eigener Aussage zu Beginn des kommenden Jahres unter Berücksichtigung seines Gesundheitszustandes und der ärztlichen Prognosen entscheiden, in welcher Form er seine politische Arbeit weiterführe.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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