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09.12.2009

Krankenkassen stehen vor Milliardendefizit

Bonn – Die gesetzlichen Krankenkassen könnten nach bisheriger Rechnung im Jahr 2010 voraussichtlich ein Defizit von 7,5 Milliarden Euro aufweisen. Laut Informationen des Bundesrechnungshofes wird diese Schätzung heute nochmals überprüft. Bisherige Schätzungen ergaben, dass rund 3,9 Milliarden Euro durch einen steigenden Zuschuss aus Steuermitteln gedeckt seien. Ein bestehendes Defizit von 3,7 Milliarden Euro solle von den rund 70 Millionen gesetzlich Versicherten durch steigende Beiträge oder Zusatzbeiträge getragen werden. FDP-Gesundheitsminister Phillipp Rösler sei davon ausgegangen, dass eventuelle Zusatzbeiträge im kommenden Jahr acht Euro pro Monat nicht überschreiten. Ab acht Euro pro Monat müssen die Krankenkassen, die den Beitrag erheben, eine Einkommensprüfung vornehmen. Bereits am Dienstag kritisierte der Bundesrechnungshof die hohen Gehälter der Krankenkassen-Chefs und forderte gesetzliche Abhilfe.

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