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Leipziger Buchmesse „Konvertierung reicht für E-Books nicht mehr aus“

Verlage müssen bei Produktion elektronischer Bücher umdenken.

Leipzig – Die Produktion elektronischer Bücher stellt die Verlage nach Auffassung des Geschäftsführers des E-Book-Dienstleisters Readbox, Ralf Biesemeier, vor ganz neue Aufgaben. „Nicht einfache Konvertierung, sondern echte Herstellung ist gefragt“, sagte Biesemeier der Nachrichtenagentur dapd auf der Leipziger Buchmesse.

So wie Verleger sich Gedanken darüber machten, welches Papier, welche Schriftart in welchem Satz und was für eine Bindung sie bei gedruckten Büchern verwenden wollten, müssten sie heute auch darüber nachdenken, wie sie ein E-Book gestalten wollten.

Leser werden anspruchsvoller

„Als der E-Book-Markt noch klein war, haben einfache Umsetzungen oft noch ausgereicht“, erklärte Biesemeier. Texte wurden zur Nutzung in E-Book-Lesegeräten nur in eine anderes Format umgewandelt. Doch damit werde sich der Leser in Zukunft nicht mehr zufriedengeben.

Immer mehr Verlage erkennen seiner Auffassung nach, dass sie bei E-Books hohe Qualität liefern müssten. „Natürlich gibt es immer noch Leser, denen die einfache Schwarz-Weiß-Darstellung preiswerter Reader ausreicht“, sagte Biesemeier. Da jedoch auch teurere Lesegeräte und Tablet-Computer zur Lektüre von E-Books verwendet würden, nehme die Integration von Bildern, Grafiken und Tönen einen immer höheren Stellenwert ein.

Besondere Herausforderungen sieht Biesemeier in der Umsetzung wissenschaftlicher Werke. „Da müssen zum Beispiel Tabellen eingebaut werden, die bei einfachen Lesegeräten, die nur eine Spalte darstellen, nicht angezeigt werden können“, nannte er ein Beispiel. Wichtig sei auch, dass die elektronische Fassung eines wissenschaftlichen Buches nachvollziehbar mache, auf welcher Seite übernommene Textpassagen im gedruckten Buch zu finden sind. „Nur so ist die Zitierfähigkeit zur Verwendung in anderen Arbeiten gewährleistet.“

17.03.2012 © dapd / newsburger.de

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