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Syriens Opposition will Gesprächen fernbleiben

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24.02.2013

Nach Raketenangriff Syriens Opposition will Gesprächen fernbleiben

Protest gegen Haltung der Weltgemeinschaft.

London – Nach einem Raketenangriff auf die syrische Stadt Aleppo mit womöglich Dutzenden Toten will die Opposition Gesprächen mit internationalen Verbündeten aus Protest zunächst fern bleiben. Das Schweigen der Weltgemeinschaft sei „de facto eine Teilnahme an dem fortgesetzten Abschlachten in den vergangenen zwei Jahren“, teilte die Syrische Nationale Koalition am späten Freitag mit. „Genug ist genug, die ganze Welt unternimmt einfach nichts“, sagte Adib Schischakly dem US-Fernsehsender CNN.

Nach Angaben von Aktivisten wurden bei Gefechten alleine am Samstag 150 Menschen getötet, darunter 88 Zivilisten. Unter den Opfern befänden sich auch 31 Kinder, die in Aleppo umgekommen seien, meldete die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden. Die Vereinten Nationen schätzen, dass seit dem Beginn des Aufstandes gegen Präsident Baschar al Assad etwa 70.000 Menschen getötet worden sind.

Die syrische Opposition kündigte an, an geplanten Gespräche in Rom und Moskau mit den sogenannten Freunden Syriens nicht teilzunehmen. „Wir gehen zu keinen Konferenzen mehr“, sagte Schischakly weiter. Die internationale Gemeinschaft müsse die Aufständischen vielmehr militärisch unterstützen. „Wir wollen, dass die USA den Menschen vor Ort helfen“, betonte er. Die Weltgemeinschaft müsse zudem dafür sorgen, dass der Iran keine Raketen mehr an Syrien liefere.

Das Treffen der Opposition mit der internationalen Unterstützergemeinschaft nächste Woche in Rom wäre die erste Gelegenheit für den neuen US-Außenminister John Kerry für direkte Gespräche gewesen. Dabei sollte es nach US-Angaben auch darum gehen, die Hilfe für die Rebellen effektiver zu machen.

Zuvor hatte es Berichte gegeben, nach denen die Aufständischen in Syrien eine Übergangsregierung für die von ihnen kontrollierten Gebiete bilden wollen. Die Nationale Koalition habe auf einem Treffen am Freitag in Kairo beschlossen, einen Ministerpräsidenten einzusetzen, berichtete der britische Sender BBC. Der Regierungschef solle bei einem weiteren Treffen am 2. März in Istanbul benannt werden.

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