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Lewis Hamilton
© Ryan Bayona / CC BY 2.0

Formel 1 Verkehrsraudi Lewis Hamilton

Keine gesunde Aggressivität mehr.

„No Risk – No Fun“ wird sich Hamilton gestern im Rennen gesagt haben, während er mit seinen vielen Überholmanövern immer mal wieder Autos von der Strecke gekickt hat. Vielleicht war es aber auch das Überholmanöver von Michael Schumacher in der ersten Runde, welches bei Hamilton den Kopf ausgeschaltet hat – festhalten kann man aber, dass die Fahrweise von Hamilton mindestens zwei anderen Fahrern das Rennen gekostet hat.

Das ist dann auch schon keine gesunde Aggressivität mehr, wie es viele Hamilton-Fans behaupten. Ebenso wenig macht es Spaß, bei solchen Aktionen zuzusehen, denn Überholmanöver machen nur Spaß, wenn beide Fahrer danach auch noch im Rennen sind. Das gilt auch dann, wenn Hamilton diese Überholmanöver startet.

Sicher wünschen wir uns alle Überholmanöver in der Formel 1 und sicher macht es Spaß Hamilton dabei zuzusehen, wie er andere Fahrer überholt, aber eben nur, wenn diese Aktionen auch fair sind und man merkt, dass hier auch der Kopf eingeschaltet wurde, bevor zum Überholen angesetzt wurde. Das sah bei Hamilton gestern leider nicht so aus! Nicht jede Situation lädt dazu ein, seinen Vordermann zu überholen, nicht jede Lücke, die man sieht, ist auch eine. Und in Monaco ist es eben noch enger, es gibt noch weniger Möglichkeiten zu überholen und eben auch sehr viel weniger Möglichkeiten einen Fehler noch auszugleichen und einen Unfall zu vermeiden.

Auf anderen Strecken wären Hamiltons Gegner wahrscheinlich nur durchs Kiesbett gefahren, in Monaco gibt es das meist nicht, da ist eine Leitplanke. Das bedeutet, wenn man in Monaco überholen will, muss man das Gehirn noch ein wenig mehr arbeiten lassen. Dann darf man nicht nur die Lücke sehen, sondern muss auch über die Folgen für den Gegner nachdenken, wenn man diese Lücke für ein Überholmanöver nutzt. Am Ende kann das eben auch bedeuten, dass man nicht überholen kann, so wie es in Monaco eben der Fall ist.

Sicher kann man jetzt sagen, dass Hamilton um die Weltmeisterschaft fährt, und sicher ist das auch richtig. Aber auch eine Weltmeisterschaft ist keine Entschuldigung für solche Manöver. Gerade wenn man um die Weltmeisterschaft fährt, sollte man mit Köpfchen fahren. Und dann lässt man das, was eigentlich unmöglich ist, eben auch bleiben. Sicher hätte er dann weniger Punkte geholt, als er gestern geholt hat, aber wenn man ehrlich ist, so hat er sich gestern eigentlich gar keine Punkte verdient.

Nun hätte man das Ganze abhaken können, man hätte sagen können, dass Hamilton seine Strafe bekommen hat. Das stimmt, aber ebenso stimmt es, das Hamilton die Einsicht für sein Fehlverhalten fehlt. Das wurde früher Schumacher vorgeworfen, vielleicht kann man auch nur so erfolgreich sein in der Formel 1, aber dann muss man sich eben auch nicht wundern, wenn dann noch nachgetreten wird. Hamilton hätte sich gestern zurückziehen- und die Strafen akzeptieren sollen, aber nein, er sucht die Schuld bei den anderen Fahrern und nicht bei sich. Und wenn diese Erklärung nicht reicht, dann schiebt man es eben auf die Hautfarbe.

Und eben hier ist der Knackpunkt an der ganzen Sache. Dadurch, dass er seine Fehler nicht sieht, besteht eben auch nicht die Möglichkeit, dass er diese irgendwann abstellt. Im Gegenteil, man muss schon Angst bekommen, wen er als nächsten von der Strecke wirft. Hätte er seine Fehler eingesehen, dann wären die Strafen, welche er gestern bekommen hat, in Ordnung. Aber er sieht seine Fehler nicht, weswegen ihm ein Rennen pause wohl sehr gut getan hätte.

30.05.2011 © newsburger.de

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