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Komet C/2014 Q2 Lovejoy

© Henning Kaiser über dpa

19.01.2015

"Lovejoy" Komet noch kurze Zeit zu entdecken

„Diese Woche ist noch die beste Woche.“

Heppenheim/Offenbach – Lovejoy macht sich zur Sonne davon. Wer den Kometen entdecken will, muss sich sputen – und auf Wolkenlücken hoffen.

Glück haben könnte man am Dienstagabend (20. Januar) im Nordwesten Deutschlands, aber auch in Mecklenburg-Vorpommern und am Alpenrand, sagte Meteorologe Christian Herold vom Wetterdienst Offenbach am Montag. Auch am Mittwoch gebe es in Teilen Deutschlands „zumindest zeitweise“ Chancen. Wenn alles klappt, reicht vermutlich das bloße Auge. Der Kometen-Schweif dürfte nach Ansicht von Astronomen mit dem Fernglas zu sehen sein. Lovejoy steht im Süden.

Nach Neumond am Dienstag nimmt der Erdtrabant auch wieder zu, sein Leuchten kann dann stören. „Der Mond kommt wieder und wird jeden Tag ein bisschen heller“, erklärte der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) im hessischen Heppenheim, Otto Guthier. Ab dem kommenden Wochenende dürfte der Mond Beobachtern einen Strich durch die Rechnung machen. „Diese Woche ist noch die beste Woche.“

Der Schweifstern besitzt eine grünliche Farbe. „Das ist tatsächlich mit jedem passablen Fernglas zu sehen“, sagte der VdS-Kometen-Experte Uwe Pilz. Für das Grün sind zweiatomige Kohlenstoffmoleküle in den Gasen des Schweifs verantwortlich. Kometen, die im Unterschied zu Lovejoy nicht so sehr einen Gasschweif, sondern einen Staubschweif haben, leuchten Dank der Sonne eher gelblich.

Seinen Namen hat er von seinem Entdecker. Dieser Komet mit der Bezeichnung C/2014 Q2 ist schon der fünfte, den der australische Hobbyastronom Terry Lovejoy entdeckt hat

Der Erde besonders nahe gewesen war der Komet am 7. Januar. Der Abstand betrug rund 70 Millionen Kilometer. Der Sonne am nächsten wird Lovejoy am 30. Januar sein. Dann dürfte er seine größte Schweif-Aktivität entwickeln. Da er dann aber von der Erde weiter weg ist, schmälert die größere Entfernung die Beobachtungschance wieder.

Kometen sind Brocken von einigen hundert Metern bis einigen zehn Kilometern Durchmesser und bestehen aus Staub, Geröll und Eis. Sie werden daher auch als schmutzige Schneebälle bezeichnet.

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