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Kloster Ettal Nacktfotos von Schülern im Netz

Garmisch-Partenkirchen – Der Skandal um Kindesmisshandlungen am bayerischen Klosterinternat Ettal weitet sich zunehmend aus. Jetzt ist bekannt geworden, dass ein Mitarbeiter der Einrichtung mehrere kinderpornografische Aufnahmen von Schülern des Internats gemacht und ins Internet gestellt hatte. Gleichzeitig hatte er gestanden, selbst Nacktfotos von Kindern aus dem Netz heruntergeladen zu haben. Zudem haben sich bislang etwa 100 Opfer früherer Übergriffe durch Klostermitglieder gemeldet, die von Brutalität der Patres sowie sexuellem Missbrauch berichten. Schwere Schläge, Massenbestrafungen und weitere Vergehen hätten sich regelmäßig ereignet, so die bisherigen Ermittlungen einer Sondereinheit der Polizei.

Zehn Mitarbeiter sollen die Schüler systematisch geprügelt haben, die weiteren hätten von den Vorfällen gewusst aber geschwiegen. Ein großer Teil der Übergriffe habe sich den Ermittlern zufolge um die 1980er Jahre ereignet, einzelne Vorfälle habe es aber auch nach 1990 noch gegeben. So habe noch im vergangenen Jahr ein Lehrer der Einrichtung zwei Jungen Kopfnüsse gegeben, erklärte man auf der Pressekonferenz. Der kommissarische Schulleiter des Kloster hatte daraufhin eingeworfen, dass die Kopfnüsse nur leicht und eher spaßig gewesen seien. Der Sonderermittler Thomas Pfister widersprach dieser Darstellung jedoch entschieden und bezeichnete das Verhalten des Schulleiters als Vertuschung.

05.03.2010 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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