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Klimawandel könnte Gesundheitsrisiko erhöhen

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18.03.2012

Meteorologe Klimawandel könnte Gesundheitsrisiko erhöhen

800 Referenten aus Wissenschaft, Forschung und Politik auf dem siebten Extremwetterkongress.

Hamburg – Der Klimawandel könnte nach Ansicht des Wetterexperten Frank Böttcher eine immer größere Gefahr für die Gesundheit darstellen. „Wir müssen damit rechnen, dass in den kommenden 50 bis 100 Jahren die Temperatur im Durchschnitt bis zu fünf Grad Celsius ansteigt“, sagte Böttcher, Geschäftsführer des Hamburger Institutes für Wetter- und Klimakommunikation, im dapd-Interview.

Dadurch klettere das Thermometer im Sommer häufiger über die 40-Grad-Marke und sinke auch in der Nacht nicht unter 20 Grad Celsius ab. Daraus ergebe sich eine deutlich höhere Belastung für Kreislauf und Gesundheit, sagte Böttcher.

Die Entwicklung von Klima und Wetter beschäftigt in Hamburg auf dem siebten Extremwetterkongress von Dienstag bis Freitag (20. bis 23. März) mehr als 800 Referenten aus Wissenschaft, Forschung und Politik. Über 70 Vorträge stehen auf dem Programm.

Thema sei unter anderem eine Untersuchung des Karlsruher Institutes für Technologie zum Einfluss des Wetters auf die Geburts- und Sterberaten, sagte Böttcher. Ein solcher Zusammenhang habe sich etwa im Sommer 2003 in Paris gezeigt. Durch dauerhafte Temperaturen um 30 Grad Celsius sei die Zahl der wetterbedingten Todesfälle deutlich angestiegen. Das habe aber nicht nur daran gelegen, dass die Menschen zu wenig getrunken hätten, sondern am genauen Gegenteil, wie der Wetterexperte sagte. „Die Menschen haben teilweise zu viel getrunken und sind dadurch entsalzt.“

Aber nicht nur extreme Wetterereignisse stehen auf dem dreitägigen Kongress zur Diskussion. Auch Fortschritte bei der alltäglichen Wetterprognose sollen vorgestellt werden. Denn kaum etwas habe einen „so kurzfristigen Einfluss auf unsere tägliche Handlungsweise“ wie der Wetterbericht im Radio oder Fernsehen.

„Wir hören: Morgen wird es sonnig und mild. Und dementsprechend wählen wir unsere Kleidung und planen, was wir unternehmen“, sagte Böttcher. So arbeitet der Institutsleiter auch an einem auf die eigene Region zugeschnittenen Wetterprognose für das iPhone. Wann die Anwendung vorgestellt wird, steht noch nicht fest.

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