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Klimaschutz: Kohlenstoffarme Wirtschaft nur gemeinsam schaffbar

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07.02.2011

Klimaschutz: Kohlenstoffarme Wirtschaft nur gemeinsam schaffbar

Berlin – Politik, Wirtschaft und Gesellschaft können die Wende zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft nur gemeinsam schaffen. Zu diesem Ergebnis kamen die Teilnehmer des „Klimaschutzdialogs Wirtschaft und Politik“ in ihrem Abschlussbericht, der am Montag in Berlin vorgestellt wurde. „Wenn alle drei Akteure zusammenarbeiten, kann das eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte werden“, unterstrich Bundesumweltminister Norbert Röttgen zum Ende des Klimaschutzdialogs.

In ihrem Abschlussbericht zeigten die Teilnehmer konkrete Vorschläge für die ökologische Modernisierung der Gesellschaft auf. Dem Bericht zufolge seien besonders Einsparpotentiale bei Gebäuden sehr hoch. In Deutschland verbrauchen die Gebäude 40 Prozent der Energie und machen etwa 20 Prozent des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes aus. Eine gedämmte Fassade kann jedoch bis zu 40 Prozent der Heizenergie einsparen. Dazu wurde ein drei-Säulen-Modell vorgeschlagen: Zuschussförderung wie beispielsweise das Marktanreizprogramm, zinsgünstige Darlehen und steuerliche Anreize. Desweiteren bestehe großes Potential beim Biogas. Ohne dass landwirtschaftliche Nutzfläche beeinträchtigt würde, könne 10 Prozent des jährlichen Erdgases durch Biogas ersetzt werden.

Allerdings sei Klimaschutz mit hohen Investitionen verbunden. Derzeit fließen weltweit etwa 240 Milliarden Euro in Umwelt- und Effizienztechnologie. Experten schätzen den Investitionsbedarf auf 770 Milliarden jährlich, um eine effektiven internationalen Klimaschutz zu verwirklichen. Röttgen wies darauf hin, dass jeder Fördereuro etwa das sieben- bis achtfache an privaten Investitionen auslöse. Diese wiederum bedeuteten Einnahmen für den öffentlichen Haushalt. Auch Industrie und Gewerbe müssten dem Bericht zufolge mehr für den Klimaschutz tun.

Um dieses Potenzial zu realisieren, hat die Arbeitsgruppe vorgeschlagen für mehr Transparenz der bestehenden Förderprogramm zu sorgen, damit insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen besser informiert sind. Überdies solle die öffentliche Hand mit gutem Beispiel vorangehen: Energieeffizienz müsse ein zentrales Vergabekriterium bei der öffentlichen Beschaffung werden.

Auch die Stärke der deutschen Industrie in der Umwelttechnologie sollte weltweit noch deutlicher als „Energieeffizienz made in Germany“ herausgestellt werden. Abschließend sollten auch Industrie und Gewerbe mittels Energiescreenigs und Systemoptimierungen ihre Anstrengungen im Energiesparen verstärken.

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