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Stadt Weimar muss attraktiver werden

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15.02.2013

Klassik Stiftung Stadt Weimar muss attraktiver werden

Enttäuschende Besucherzahl bei DDR-Kunst-Schau.

Weimar – Die Klassik Stiftung sieht einen deutlichen Nachholbedarf bei der Zusammenarbeit der großen Kulturinstitutionen der Stadt Weimar. „Weimar braucht einen Zeitraum im Sommer, in dem Besucher einen Grund haben, hierher zu kommen“, sagte der Präsident der Klassik Stiftung Weimar, Hellmut Seemann, am Freitag bei Jahrespressekonferenz der Stiftung. Wichtige Impulse erwartet er sich dabei nach eigenen Angaben vom neuen Intendanten des Deutschen Nationaltheaters (DNT), Hasko Weber.

Zu den wichtigsten Veranstaltungen des laufenden Jahres gehört für die Stiftung die am 23. März beginnende Ausstellung zum landesweiten Van-de-Velde Jahr. Die thematische Entscheidung für den als Wegbereiter des Bauhauses geltenden „Alleskünstler“ sei richtig gewesen, sagte Seemann in seinem Jahresausblick: „Wagner feiern viele, Van de Velde können nur wir auf diese Art in den Mittelpunkt stellen.“

Eine ideale Ergänzung bilde die zeitgleich beginnende Peter-Behrens-Schau in Erfurt. Weitere wichtige Termine seien die Ausstellungen „Der Maler Friedrich Bury. Goethes zweiter Fritz“ sowie „Wahlverwandschaften“, eine Schau über die viel beachtete Privatsammlung des Engländers Charles Booth-Clibborn zur deutschen Kunst der Goethe-Zeit.

Hoffnung auf Mittel für Forschungsverbund

Darüber hinaus konzentriere sich die Stiftung auf die Teilnahme am Forschungsverbund Marbach-Weimar-Wolfenbüttel, hieß es. Im Sommer 2013 werde sich entscheiden, ob die Zusammenarbeit der Stiftung mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach und der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel vom Bundesbildungsministerium mit einem „zweistelligen Millionenbetrag“ unterstützt werde. Derzeit würden umfangreiche Konzepte für die Koordinierung der künftigen Arbeit entwickelt, um die Zusage zu erhalten, sagte Seemann.

Im vergangenen Jahr habe sich erwartungsgemäß vor allem das am 27. August 2012 wiedereröffnete Goethe-Nationalmuseum zu einem Besuchermagneten entwickelt. Im März werde der 100.000ste Besucher erwartet, hieß es. Die Ausstellung zur DDR-Kunst „Abschied von Ikarus“ sei hingegen hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Insgesamt hatten zwischen Oktober 2012 und Februar 2013 rund 21.000 Kunstinteressierte die Schau gesehen.

Leichter Anstieg der Gästezahlen

Trotzdem wertete der Direktor Museen der Klassik Stiftung, Wolfgang Holler, die Schau grundsätzlich als Erfolg. Vor allem auf wissenschaftlicher Ebene, aber auch in Bezug auf die Reaktionen der Kunstkritiker sei sie auf ein äußerst großes und durchweg positives Echo gestoßen. Die niedrigen Besucherzahlen seien auch dem Standort Weimar geschuldet, für den das Ergebnis durchaus beachtlich sei. In Städten wie München oder Berlin wäre „das Fünffache“ an Besuchern möglich gewesen.

Zur Schau „Weimarer Klassik. Kultur des Sinnlichen“ kamen den Angaben zufolge 5.600 Gäste. Deutliche Rückgänge wurden im Liszt-Haus und Schiller-Museum registriert. Dennoch sei die Zahl der Gäste der Klassik Stiftung im Vergleich zum Vorjahr um rund 16.000 auf 762.618 gestiegen.

Auch die Bauarbeiten zum Museumsdepot liefen ganz nach Plan, sagte Seemann. Das gelte ebenfalls für den Neubau des Bauhaus-Museums. Im Sommer 2014 solle der Bebauungsplan fertig sein, ein Jahr später könnten die mit derzeit zwei Jahre veranschlagten Bauarbeiten beginnen.

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