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Sahra Wagenknecht

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13.08.2015

Kita-Streit Wagenknecht fordert neues Angebot für Erzieher

„Kinder wollen nicht verwahrt, sondern umsorgt und gefördert werden.“

Berlin – Die Weigerung der Arbeitgeber, im festgefahrenen Kita-Tarifstreit ein neues Angebot vorzulegen, führt nach Ansicht der stellvertretenden Vorsitzenden der Linksfraktion im Bundestag, Sahra Wagenknecht, in eine Sackgasse: „Kinder wollen nicht verwahrt, sondern umsorgt und gefördert werden und diejenigen, die sich um diese anspruchsvolle Aufgabe kümmern, haben ein anständiges Einkommen verdient“, sagte die Linken-Politikerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag). Daher sei es gut, dass die Gewerkschaft Verdi und die übergroße Mehrheit ihrer Mitglieder den Schlichterspruch abgelehnt hätten und weiter kämpfen wollen.

Der Ball läge nun bei den Arbeitgebern: „Die Arbeitgeber müssen sich nun endlich bewegen und ein neues Angebot auf den Tisch legen“, forderte Wagenknecht. Es sei im Interesse der Kinder und ihrer Eltern, einen neuen Streik zu verhindern, betonte sie. Dies funktioniere jedoch nur, „wenn die Forderung nach einer Aufwertung der Erziehungsdienste endlich ernst genommen wird“, sagte Wagenknecht.

Geldmangel sei kein Argument, erklärte Wagenknecht und verwies auf die eingesparten Gelder für das vom Verfassungsgericht kassierte Betreuungsgeld: „Diese Gelder dürfen nicht im Bundeshaushalt versickern, sondern müssen jetzt endlich dahin fließen, wo sie benötigt werden: in die Kita-Betreuung“, verlangte sie.

Es sei an Familienministerin Manuela Schwesig (SPD), den drohenden Streik zu verhindern: „Sie muss handeln, nicht nur reden“, sagte Wagenknecht.

An diesem Donnerstag sollen die Tarifverhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst weitergehen. Die Arbeitgeber erklärten vorab, sie sähen keine Notwendigkeit, den Schlichtervorschlag nachzubessern. Bei einer Befragung der Gewerkschaftsmitglieder hatten 69 Prozent den Schlichterspruch abgelehnt.

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