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Mutter und Kind

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11.05.2015

Kita-Streik Viele Firmen bieten Betreuungsmöglichkeiten

„Auch die Wirtschaft braucht funktionierende Kitas.“

Berlin – Wegen des bundesweiten Streiks der Kita-Erzieherinnen und -Erzieher bieten viele Firmen Mitarbeitern mit Kindern spezielle Betreuungsangebote. Das berichtet „Bild“ (Montag) unter Berufung auf eine eigene Umfrage bei großen Unternehmen.

Danach bieten unter anderem die Commerzbank, Henkel und der Flughafenbetreiber Fraport kostenlose Kinder-Betreuung an. Beim Versorger Eon und bei ThyssenKrupp gibt es spezielle Eltern-Kind-Büros. Auch bei der Deutschen Telekom können Eltern ihre Kinder wegen des Streiks mit ins Büro nehmen, berichtet die Zeitung weiter.

Bei Opel gibt es Freischichten für vom Streik betroffene Mitarbeiter, die Deutsche Bank vermittelt Angestellten unter anderem Babysitter. Siemens übernimmt in Einzelfällen sogar die Kosten für einen Babysitter zu Hause.

Die Chefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, erwartet angesichts des unbefristeten Kita-Streiks Druck aus der Wirtschaft auf die kommunalen Träger. „Die Unternehmen müssen deshalb Druck bei den Kommunen machen“, sagte Tepe gegenüber „Bild“. Während die Firmen Mehrkosten für die Ersatzbetreuung der Kinder von Beschäftigten trügen, sparten die Kommunen bei den Gehältern der Erzieher. „Auch die Wirtschaft braucht funktionierende Kitas“, sagte Tepe weiter.

Seit Freitag befinden sich die Erzieher und Sozialarbeiter im unbefristeten Streik, an diesem Montag wird der Ausstand bundesweit ausgedehnt.

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