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Thomas de Maizière

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25.02.2015

Kirchenasyl-Debatte CDU-Generalsekretär setzt sich von de Maizière ab

„Ich mache mir den Vergleich des Innenministers nicht zu eigen.“

Berlin – CDU-Generalsekretär Peter Tauber distanziert sich vom Scharia-Vergleich von Bundesinnenminister Thomas de Maizière im Blick auf das Kirchenasyl: „Ich mache mir den Vergleich des Innenministers nicht zu eigen“, sagt Tauber der „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“.

De Maizière hatte das Kirchenasyl mit der islamischen Scharia verglichen und gesagt, es könne weder für Muslime noch für Christen Sonderrechte geben.

Nach Taubers Ansicht handelt es sich beim Kirchenasyl um eine Frage der Verhältnismäßigkeit: „Zum Glück reden wir bislang von Einzelfällen.“ Der Staat könne aber nicht dulden, wenn Gemeinden in großer Zahl Flüchtlinge aufnähmen und einer juristischen Überprüfung ihres Wunsches auf Asyl entzögen. Dann, so Tauber, „wäre der Rechtsstaat infrage gestellt“.

Besorgt äußert sich Tauber auch über das Problem der Schwangerschaftsabbrüche: „In der Tat bin ich der Meinung, dass Hunderttausend abgetriebene Kinder pro Jahr uns als Gesellschaft nicht kaltlassen dürfen.“ Für eine Gesetzesänderung gebe es aber keine Mehrheit. Zudem scheue er sich, „über Frauen den Stab zu brechen, die sich in einer Notlage zu diesem Schritt entschließen.“

Den konservativen Anti-Abtreibungsinitiativen, die Strafen für einen Schwangerschaftsabbruch verlangen, erteilt er eine Absage: „Wir tun dem Lebensschutz heute keinen Gefallen, wenn wir ihn mit erhobenem Zeigefinger einfordern. Wir sollen uns lieber fragen, was wir als Gesellschaft tun können, damit Paare sich für ein Kind entscheiden und es als Bereicherung annehmen.“

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