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Mose statt Klose

© dapd

04.02.2012

"Kirche in Not" Mose statt Klose

Münchner Hilfswerk will mit Stickeralbum “biblische Sammelleidenschaft” wecken.

München/Wien – Den Propheten Mose gegen die Heiligen drei Könige tauschen? Oder den alten Abraham gegen den Verräter Judas? Nachdem sich Sticker zu Fußball-Welt- und Europameisterschaften oder zu Kinofilmen wie “Harry Potter” oder “Wickie” längst großer Beliebtheit erfreuen, will nun das in München ansässige katholische Hilfswerk “Kirche in Not” bei Kindern eine “biblische Sammelleidenschaft” wecken: Ein 44-seitiges Album bietet Platz für 98 Aufkleber zu biblischen Geschichten.

“Stickeralben sind voll im Trend, jeder Supermarktkette hat mittlerweile ein solches Album”, sagt Christian Klyma von “Kirche in Not” in Österreich, der das Bibelstickeralbum mit entwickelt hat. “Und da haben wir uns gedacht: Warum nicht auch eines mit dem Thema Bibel oder Glauben machen?”

Rund ein Jahr lang wurde an dem Projekt gearbeitet, seit wenigen Tagen ist das Stickeralbum mit dem Titel “Entdecke die Welt der Bibel” nun erhältlich. “Das Ziel ist, die Bibel für Kinder wieder attraktiv zu machen”, erläutert Klyma. Das Heft sei eine Art “Kinderbibel in Kurzform”: Es enthalte die wichtigsten Texte des Alten und Neuen Testaments und vermittle ferner Hintergrundwissen über Ereignisse und wichtige Persönlichkeiten der Bibel.

Erklärt werden im Album beispielsweise die Lebensumstände zur Zeit Jesu und die Bedeutung des Ölbaums für Palästina, aber auch Begriffe wie Prophet, Synagoge und Evangelium werden erläutert. Die Comicfiguren David und Judith begleiten die Leser durch das Heft.

Die deutsche Sektion von “Kirche in Not” mit Sitz in München hat das Projekt aus Österreich übernommen und kümmert sich um den Vertrieb in der Bundesrepublik. “Es ist eine peppige Idee, die mit der Zeit geht und auf eine sehr verständliche Weise die Inhalte der Bibel nahebringt”, schwärmt “Kirche in Not”-Sprecher Andr Stiefenhofer.

30.000 Hefte und mehr als 300.000 bunte Sticker hat “Kirche in Not” in Deutschland drucken lassen, weitere 10.000 Alben in Österreich. Ein Heft kostet zwei Euro. 25 Sticker – fünf Tütchen mit je fünf Aufklebern – sind für 2,50 Euro erhältlich. Die erste Resonanz sei sehr gut, berichtet Klyma. “Wir haben viele Rückmeldungen und Bestellungen”, sagt er. Pfarreien wollten die Aufkleber für ihre Ministranten oder Erstkommunion-Kinder haben, Religionslehrer für ihre Klassen, aber auch Privatleute meldeten sich. “Es läuft ziemlich gut an.”

Gleich 25 Hefte hat beispielsweise Pater Robert Maria Weinkötz aus dem Wallfahrtsort Waghäusel (Erzdiözese Freiburg) bestellt. “Sie sind sehr schön aufgemacht und vom Preis auch attraktiv”, sagt er. Die Alben will er den Kindern überreichen, die sonntags die Gottesdienste besuchen. “Ich verspreche mir davon, dass sie in die Bibel eintauchen, dass das lebendiger wird”, sagt er. Aber er setzt auch auf rege Tauschaktivitäten der jungen Gottesdienstbesucher: “Da die Kinder sich untereinander nicht so gut kennen, hoffe ich, dass sie tauschen und mit einander ins Gespräch kommen.”

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