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19.12.2012

Stromsperren Kipping fordert Weihnachts-Moratorium

„Energiearmut kann töten.“

Berlin – Die Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, hat gefordert, die Stromsperren für sozial Schwache über die Weihnachtsfeiertage bis zum Frühjahr hin auszusetzen. „Acht Todesopfer durch Stromsperren allein in diesem Jahr sind eine Mahnung, die wir ernst nehmen müssen“, sagte Kipping der „Mitteldeutschen Zeitung“ (Mittwochausgabe). „Energiearmut kann töten. Wir wollen einen Weihnachtsfrieden an den Stromzählern.“

Die Vorsitzende der Linkspartei fügte hinzu, dass „alle Stromabschaltungen mindestens bis zum Beginn des Frühjahrs ausgesetzt werden“ sollten. „Das kann der Wirtschaftsminister per Anordnung verfügen. Den Zeitgewinn sollten wir nutzen, um ein gesetzliches Verbot von Stromsperren zu verabschieden.“

Der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Stefan Kapferer (FDP), hat die acht Todesopfer auf Anfrage des Linkspartei-Abgeordneten Werner Dreibus bestätigt. In einem Fall hätten unbeaufsichtigt brennende Kerzen den Unfall ausgelöst, in einem anderen Fall nicht ordnungsgemäß abgeleitete Abgase eines Notstromaggregats, schreibt Kapferer an Dreibus und fährt fort: „Die Bundesregierung bedauert diese Todesfälle.“

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