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Mahmur Flüchtlingsanlage

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25.02.2016

Kindernothilfe mahnt Asylpaket II vernachlässigt Kindesschutz

„Die Entscheidung ist fatal für das Wohl tausender geflüchteter Mädchen und Jungen.“

Duisburg – Die Kindernothilfe kritisiert den Beschluss des Bundestags zu einer Verschärfung des Asylrechts. „Die Verbesserung des Schutzes von Flüchtlingskindern hätte in das Asylpaket II aufgenommen werden müssen“, so Christoph Dehn, stellvertretender Vorsitzender der Kindernothilfe. „Die Entscheidung ist fatal für das Wohl tausender geflüchteter Mädchen und Jungen. Sie ist eine Ohrfeige für die Kinderrechte und steht im Widerspruch zur UN-Kinderrechtskonvention“.

Fast ein Drittel der Flüchtlinge, die 2015 in Europa angekommen sind, sind minderjährig. Sie sind besonders gefährdet, Opfer von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung zu werden. Gemeinsam mit ECPAT, der Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung, hat die Kindernothilfe bereits Anfang Februar darauf hingewiesen, dass Mindeststandards für die Unterbringung von Flüchtlingskindern gewährleistet sein müssen und Maßnahmen zum Schutz minderjähriger Flüchtlinge, wie etwa eine Betriebserlaubnis der Flüchtlingsunterkünfte nach dem Kinder- und Jugendhilferecht, in das Asylpaket II aufgenommen werden sollten.

„Die zum großen Teil schwer traumatisierten Mädchen und Jungen brauchen unseren besonderen Schutz, vor allem, wenn sie unbegleitet ins Land kommen“, so Dehn weiter. „Mit dem Asylpaket II erschwert die Regierung nicht nur die Familienzusammenführung, sondern verwehrt Kindern die sicheren Schutzräume, die sie hier so dringend bräuchten“.

Als eine der größten christlichen Kinderhilfsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. Sie fördert 799 Projekte und leistet Humanitäre Hilfe – wie aktuell im Libanon, wo syrische Flüchtlingskinder unterstützt werden. Zurzeit schützt, stärkt und fördert die Kindernothilfe 1,8 Millionen Kinder und ihre Familien und Gemeinschaften in insgesamt 31 Ländern in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa, um ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern.

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