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„Keine Gesundheitsversorgung nach Kassenlage

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23.02.2012

Bundeszuschüsse „Keine Gesundheitsversorgung nach Kassenlage“

Den Krankenkassen reicht der Bundeszuschuss nicht aus.

Berlin – In der Debatte um die Kürzung von Bundeszuschüssen für die gesetzliche Krankenversicherung haben die Krankenkassen darauf verwiesen, dass dieses Geld schon jetzt nicht ausreiche. Mit dem aktuellen Bundesanteil von 14 Milliarden Euro lasse sich nicht einmal die Versorgung der beitragsfreien Kinder und Jugendlichen finanzieren, sagte die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer, dem Berliner „Tagesspiegel“. Nach den Zahlen des Verbands belaufen sich die versicherungsfremden Leistungen der Kassen derzeit auf ein Gesamtvolumen von 34,4 Milliarden Euro.

Allein die beitragsfreie Mitversicherung von Kindern und Jugendlichen schlage mit 15,6 Milliarden Euro, die der nicht berufstätigen Ehegatten mit 8,1 Milliarden und die der Angehörigen von Rentnern mit 5,6 Milliarden Euro zu Buche. Hinzu kämen Einnahmeverluste durch die Beitragsfreiheit bei Mutterschutz und Elternzeit sowie Ausgaben für Haushaltshilfen bei Schwangerschaft oder Krankengeld für Eltern, die wegen der Betreuung von Kindern nicht arbeiten können. „Wir wollen keine Gesundheitsversorgung nach Kassenlage“, sagte Pfeiffer. Den Bundesanteil zu kürzen, hieße, gesamtgesellschaftliche Aufgaben weniger gemeinsam über die Steuern zu finanzieren, sondern die Last verstärkt den Beitragszahlern der gesetzlichen Krankenversicherung aufzubürden.

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