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19.09.2009

Keine Gaffer bei tödlichem S-Bahn Überfall

München – Nach der brutalen Tötung des 50-jährigen Dominik Brunner am Münchner S-Bahnhof Solln am vergangenen Samstag gibt es bisher offenbar keine Hinweise auf unterlassene Hilfeleistung. Wie die Staatsanwaltschaft München I bestätigte, hätten nahezu alle Personen, die auf dem Bahnsteig in Solln Zeugen des Überfalls wurden, in irgendeiner Form reagiert, schreibt der „Spiegel“ in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Innerhalb von Sekunden gingen mehrere Notrufe bei der Polizei ein, ein junger Mann war vom gegenüberliegenden Bahnsteig sogar auf die Gleise gesprungen, um bei der Schlägerei einzugreifen. Er musste jedoch zurück, da in diesem Moment eine S-Bahn einfuhr. Ein älterer Herr und eine Arzthelferin leisteten ebenso Erste Hilfe wie ein Münchner Gymnasiast. Andere Zeugen forderten die Täter Markus S. und Sebastian L. immer wieder auf, von Brunner abzulassen. Von 20 Zeugen hatten die Ermittler am Donnerstag 17 bereits vernommen. Ihre Aussagen über den Tathergang decken sich weitgehend. Brunner war am letzten Samstagnachmittag in Solln niedergeschlagen und brutal misshandelt worden, weil er vier Teenager beschützte, die von den Tätern bedroht worden waren. Er starb wenig später an seinen schweren Verletzungen.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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