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Wolfgang Schäuble

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08.12.2012

Bericht Keine Chancen auf Juncker-Nachfolge für Schäuble

„Finnland oder Holland wären denkbar.“

Brüssel – Brüsseler Europapolitiker räumen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) keine Chancen auf die Nachfolge des luxemburgischen Ministerpräsidenten Jean-Claude Juncker an der Spitze der Euro-Gruppe ein. Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ aus diplomatischen Kreisen und im Europäischen Parlament erfuhr, ist es wahrscheinlich, dass eines der kleineren Euro-Länder diese Position besetze.

EU-Kommissar Günther Oettinger sagte „Focus“: „Finnland oder Holland wären denkbar.“ Auch zahlreiche deutsche Europa-Abgeordnete sehen die Finanzminister dieser Länder in der engeren Wahl. Der Chef der CDU/CSU-Abgeordneten im Europäischen Parlament, Herbert Reul, nannte es „nicht klug“, wenn Schäuble die Eurogruppe leiten würde, auch wenn er „eigentlich der Beste“ sei. Sonst könne der Eindruck entstehen, Deutschland wolle Europa dominieren.

Als aussichtsreiche Kandidatin wird am häufigsten die finnische Ressortchefin Jutta Urpilainen genannt. „Sie wird den Deutschen und all denen, die streng sind, gefallen“, urteilte der Vorsitzende der Sozialisten und Sozialdemokraten im Europaparlament, der Österreicher Hannes Swoboda. Allerdings dürfte Urpilainen wegen harter Verhandlungspositionen bei den Hilfeempfänger-Ländern auf Vorbehalte stoßen.

Gegen den neuen niederländischen Finanzminister Jeroen Dijsselbloem spricht, dass er der Eurogruppe erst kurze Zeit angehört. Sein erfahrener Premierminister Mark Rutte gilt jedoch als geeignet.

Nicht ganz vom Tisch sei allerdings auch eine Rotation des Postens zwischen Frankreich und Deutschland, heißt es in der Euro-Gruppe. Danach würde zuerst der französische Finanzminister Pierre Moscovici den Posten übernehmen, nach der Bundestagswahl dann der deutsche Ressortchef.

Juncker hatte angekündigt, sein Amt zum Jahreswechsel aufzugeben.

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