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Keanu Reeves – Doku über digitales Kino

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16.02.2012

Berlinale Keanu Reeves – Doku über digitales Kino

Michael Ballhaus ist bislang wenig begeistert vom Festival.

Berlin – Schauspieler Keanu Reeves hat im Berlinale Special seinen Dokumentarfilm “Side By Side” über die Digitalisierung des Kinos präsentiert. Er habe den gegenwärtigen Moment des Übergangs für die Kunstform festhalten wollen, sagte der 47-Jährige am Mittwoch nach der Weltpremiere des von ihm produzierten Films. Darin fragt Reeves Regiegrößen wie Martin Scorsese, David Fincher und Lars von Trier nach ihrer Einstellung zu Zelluloid und digitalen Bildern.

Die Arbeit an dem Projekt sei manchmal überwältigend gewesen, sagte Reeves. “Was fragst du Zeus?”, habe er sich etwa vor dem Treffen mit “Star Wars”-Schöpfer George Lucas gefragt. Im Gegensatz zu diesem Pionier des digitalen Kinos brach “Batman”-Regisseur Christopher Nolan eine Lanze für bewegte Bilder auf Zelluloid.

Für die Dokumentation seien etwa 140 Filmemacher, Kameramänner und andere Experten befragt worden, sagte Regisseur Chris Kenneally nach der Vorführung im Haus der Berliner Festspiele. “Nur” 69 hätten es auch in die endgültige Fassung geschafft.

Reeves hatte auch den deutschen Kameramann Michael Ballhaus interviewt, mit dem er unter anderem “Bram Stoker’s Dracula” gedreht hatte. Er selbst habe alle seine Spielfilme auf herkömmlichem Film gedreht, sagte Ballhaus am Rande der Uraufführung der Nachrichtenagentur dapd. “Ich meine, dass Film ein sinnlicheres Material ist. Der Film wird überleben.”

Der langjährige Weggefährte von Oscar-Preisträger Scorsese (“Departed – Unter Feinden”) war voll des Lobes für Reeves. “Er hat sich wirklich toll entwickelt”, sagte der 76-Jährige. Weniger begeistert zeigte sich Ballhaus von der 62. Berlinale. “Bis jetzt hat es mich noch nicht so berührt”, sagte er. Der Eröffnungsfilm “Leb’ wohl, meine Königin” mit Diane Kruger etwa sei enttäuschend gewesen.

Der vor allem für die “Matrix”-Trilogie bekannte Reeves wurde am Donnerstag beim Berlinale Talent Campus erwartet. 2009 war der Kanadier mit dem Drama “Pippa Lee” im Berlinale-Wettbewerb vertreten. In der vergangenen Zeit war es etwas ruhiger um den Schauspieler geworden. Sein letzter Spielfilm “Henry & Julie – Der Gangster und die Diva” war in Deutschland nur auf DVD erschienen.

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