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Kaufhof

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29.12.2012

Warenhauskette trotzt Krise Kaufhof-Chef ist zufrieden mit 2012

„2012 war für den Kaufhof ein gutes Jahr.“

Köln – Der Chef der Warenhauskette Kaufhof, Lovro Mandac, ist mit dem abgelaufenen Jahr zufrieden. „2012 war für den Kaufhof ein gutes Jahr. Wir haben von der Krise weniger gespürt, als andere – weder von der Euro-Krise noch von der angeblichen Warenhauskrise. Wir haben stattdessen konstant Marktanteile hinzugewonnen“, sagte Mandac der „Welt am Sonntag“, ohne Zahlen zu nennen. Insbesondere die umgebauten Abteilungen – Kaufhof verzichtet seit einigen Monaten fast komplett auf den Verkauf von Unterhaltungselektronik – hätten „die Rendite spürbar gesteigert“. Schließungen von Kaufhof-Filialen stünden derzeit nicht an.

Auch über das gerade beendete Weihnachtsgeschäft sagte Mandac: „Wir sind zufrieden“. Insbesondere Spielzeug habe sich gut online verkauft – wohl nicht zuletzt deshalb, weil Kinder die Produkte im Warenhaus gern sofort ausprobierten. „Für die Eltern artet das schnell in Stress aus. Und da ist der Online-Kauf natürlich eine bequeme Variante“, sagte der Kaufhof-Chef. Er bezifferte den Onlineanteil am Spielzeugverkauf seines Hauses in diesem Weihnachtsgeschäft mit 13 Prozent.

Ausblick auf 2013

Im kommenden Jahr sieht der Mandac dem Blatt zufolge „keine ernste Konsumkrise auf uns zukommen. Ich bin nicht pessimistisch“. Der Chef der Metro-Tochter warnte jedoch, mögliche deutliche Steuererhöhungen nach der Bundestagswahl im Herbst würden „vermutlich auf das Ausgabeverhalten der Deutschen drücken“.

Auf die Aktion des Wettbewerbers Karstadt, mit neuen britischen oder amerikanischen Mode- und Schuhmarken Kunden zu locken, will Mandac nicht reagieren: „Ich glaube nicht, dass das Gros der Kunden in Deutschland auf diese angloamerikanische Marken gewartet hat. Die großen Mengen verkaufen Sie in Deutschland mit Marken, die die Deutschen kennen und denen sie vertrauen.“

Handlungsbedarf sieht er dagegen bei den Produktionsbedingungen in den asiatischen Textilfabriken. Er kündigte eine gemeinsame Aktion von europäischen Handelsunternehmen und der Politik an. „In den Ursprungsländern müssen vernünftige Standards gesetzt werden, und da können uns der Bundesaußenminister und der Bundeswirtschaftsminister sicherlich helfen. Fabrikbesitzer, die diese Standards etwa beim Brandschutz oder der Arbeitszeit nicht einhalten, verlieren unsere Produktionsaufträge. Das muss für jeden ganz klar sein“, sagte Mandac, der auch Vizepräsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE) ist.

In den vergangenen Wochen waren bei Bränden in Textilfabriken in Bangladesh, die auch für deutsche Firmen arbeiteten, mehrere Arbeiterinnen ums Leben gekommen.

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