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Volker Kauder

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04.04.2015

Kauder Kampf gegen Terror besser koordinieren

„Taten wie diese müssen die internationale Staatengemeinschaft aufrütteln.“

Berlin – Nach dem Massaker islamistischer Extremisten in Kenia fordert Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU), den Kampf gegen den Terrorismus besser zu koordinieren.

„Taten wie diese müssen die internationale Staatengemeinschaft aufrütteln, abgestimmter und energischer gegen den Terrorismus vorzugehen“, sagte Kauder der „Welt am Sonntag“. Die internationale Gemeinschaft müsse mehr zusammenfinden und auch die Spitzen der Religionsgemeinschaften einbeziehen. Bei der Bekämpfung des Terrorismus müssten Staaten und Religionen gemeinsam handeln.

Auf seiner jüngsten Nahost-Reise habe er erfahren, dass es in der arabischen Welt dazu bereits erste Vorstellungen gebe, fügte Kauder hinzu. Entsprechende Initiativen müssten von der Europäischen Union und dem gesamten Westen rasch aufgegriffen werden.

Der Fraktionsvorsitzende der Union hatte in dieser Woche in Ägypten mit Präsident Abdel Fattah al-Sisi und in Jordanien mit König Abdullah II. gesprochen.

Wer ein breites Bündnis gegen den Terrorismus knüpfen wolle, müsse „den engen Dialog mit Ägypten suchen“, auch wenn eine Demokratie nach westlichen Vorstellungen dort noch lange nicht vollendet sei, betonte Kauder.

Kämpfer der islamistischen Shebab-Miliz aus Somalia hatten am Donnerstag eine Universität im kenianischen Garissa gestürmt, 148 Menschen ermordet und sich anschließend selbst getötet. Die Extremisten töteten gezielt christliche Studenten. Ihr Angriff richtete sich gegen die Beteiligung Kenias an einer afrikanischen Friedenstruppe, die sich um eine Stabilisierung der Lage in Somalia bemüht.

Das Massaker sei „erschütternd und sprengt jede Vorstellungskraft“, sagte Kauder. „Es zeigt erneut, wie menschenverachtend der islamistische Terrorismus vorgeht, der immer mehr Regionen der Welt heimsucht.“ Dass die Täter unmittelbar vor dem Beginn der Osterfeiertage zugeschlagen hätten, steigere noch einmal das Entsetzen.

Am Samstag drohte die Shebab-Miliz, die Verbindungen zu al-Qaida unterhält, mit einem weiteren Anschlag in Kenia. Die Bürger des ostafrikanischen Staates würden „mit Blut“ dafür bezahlen, dass sie die „gewaltsame Politik“ ihrer Regierung unterstützten, hieß es in einer Erklärung der Terror-Miliz. Sie drohte mit einem „langen, schrecklichen Krieg.“

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