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Volker Kauder

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22.03.2015

Kauder Gegen Fachkräftemangel gezielt Menschen ausbilden

Den Beruf des Mechatronikers etwa gebe es in anderen Staaten gar nicht.

Berlin – Um den Fachkräftemangel zu beheben sollten nach Ansicht des Vorsitzenden der Unionsfraktion, Volker Kauder, gezielt Menschen in Deutschland ausgebildet werden. „Es ist ein Irrglaube, davon auszugehen, man könne Ingenieure und Facharbeiter einfach aus dem Ausland holen“, sagte Kauder dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe). Den Beruf des Mechatronikers etwa gebe es in anderen Staaten gar nicht.

„Ich sehe die erste und wichtigste Aufgabe darin, die Quote der Schulabbrecher zu senken und dafür zu sorgen, dass mehr Menschen ausbildungsfähig sind“, sagte Kauder.

Der Spitzenpolitiker der Union sprach sich gegen Überlegungen von CDU-Generalsekretär Peter Tauber aus, ein Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild zu schaffen. In Deutschland gebe es für ein eigenes Einwanderungsgesetz „keinen Bedarf“.

Stattdessen plädierte Kauder für eine bessere Beratung im Ausland über die bestehenden Regeln. „Sinnvoller wäre es, das Anwerben von Fachkräften über die deutschen Botschaften mit Hilfe der Auslandshandelskammern zu verbessern“, sagte Kauder.

„Hochqualifizierte, die einen Arbeitsvertrag in Deutschland in der Tasche haben, sollen gerne zu uns kommen. Kämen sie ohne Anstellung, müssten sie am Ende womöglich wie in Kanada kellnern oder Taxi fahren“, sagte Kauder. „Das ist nicht Sinn der Sache.“

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