newsburger.de Nachrichten aus aller Welt

Karstadt Muenchen Weihnachtsschmuck
© Richard Huber / CC BY-SA 3.0

Abbau Karstadt will 2000 Stellen streichen

Allerdings dürfte es dabei nicht bleiben.

Essen – Unter dem neuen Besitzer René Benko will Karstadt 2000 der knapp 17000 Stellen streichen. Das berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ, Montagausgabe) unter Berufung auf Kreise des Aufsichtsrats, der am vergangenen Donnerstag zum ersten Mal seit der Übernahme durch den österreichischen Investor getagt hatte.

Aufsichtsrat und Management hatten ein hartes Sparprogramm angekündigt, ohne Details bekannt zu geben. Intern hat der Vorstand des Warenhauskonzerns offenkundig jedoch bereits sehr konkrete Pläne genannt. Demnach ist die Konzernzentrale in Essen vom Sparprogramm besonders betroffen: Hier sollen 400 der noch etwa 1400 Verwaltungsstellen abgebaut werden. In den Filialen sollen weitere 1600 Arbeitsplätze wegfallen.

Allerdings dürfte es nach WAZ-Informationen bei den zunächst genannten 2000 nicht bleiben. Denn die mögliche Schließung von Filialen ist den Aufsichtsratskreisen zufolge noch nicht mit eingerechnet. Defizitäre Warenhäuser zu schließen, hatte die Karstadt-Führung aber erstmals ausdrücklich als Möglichkeit genannt. Handelsexperten halten 20 bis 30 der bundesweit noch 83 Warenhäuser für gefährdet.

Nach der Aufsichtsratssitzung hieß es, Beschlüsse in dieser Hinsicht seien nicht gefasst worden. Dies könnte jedoch in der nächsten Sitzung des Kontrollgremiums im Oktober geschehen. Filialschließungen würden die Zahl der zu streichenden Stellen dann weiter erhöhen.

Ohne eine harte Sanierung würde die traditionsreiche Warenhauskette nach Überzeugung des Managements bis 2016 in die nächste Insolvenz steuern. Bis dahin hat der Vorstand mit dem jetzigen Filialnetz und seinem Personalstand Verluste von 209 Millionen Euro hochgerechnet, wie die Aufsichtsratskreise bestätigten. Diese Zahl hatte auch die Bild am Sonntag unter Verweis auf ein Schreiben des Aufsichtsrats an alle Führungskräfte des Konzerns genannt.

15.09.2014 © newsburger.de

Weitere Meldungen

Bauwirtschaft Tarifverhandlungen werden vertagt

Die Lohn- und Gehaltstarifverhandlungen für die rund 890.000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe wurden vertagt. In der rund 10stündigen Verhandlung ist es unter anderem gelungen, sich auf einen Fahrplan für die weiteren Verhandlungen zu verständigen. ...

Thomas-Cook-Pleite Staat kommt billiger davon als gedacht

Die Entschädigungen für Kunden des insolventen Reiseveranstalters Thomas Cook kosten den Staat deutlich weniger als erwartet. Statt der von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) geschätzten 225 Millionen Euro hat das Thomas Cook Bundportal, das für die ...

Bauernprotest droht Abschlussbericht erzürnt Landwirte

ZDK Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2035 ist der falsche Weg

E-Fahrzeuge ZDK begrüßt Verlängerung der Innovationsprämie

DB Cargo-Chefin Nikutta China-Geschäft boomt wie nie

Willkommen im Club! Die Zusatzangebote der großen Online-Shops

Gewerkschaft Deutscher Lokführer GDL-Chef Weselsky für Personalabbau bei der Bahn

Hartges „Das ist kein Öffnungs-, sondern ein Schließungsplan“

Nachtzug-Geschäft Deutsche Bahn kauft keine neuen Schlafwagen

Autoexperte Das Apple-Auto wird es nicht geben

Corona-Pandemie Krankenhausärzte warnen vor Kliniksterben

Bericht Beschwerden über Airlines erreichen Rekordniveau

Schleppende Versorgung Wachsende Kritik an Corona-Impfstoffherstellern

Handelsverband Lockdown „Katastrophe“ für den niedersächsischen Handel

Corona-Pleiten 60 Prozent mehr Insolvenzgeld überwiesen als im Vorjahreszeitraum

Nah- und Fernverkehr Mehr als ein Drittel aller Bahnsteige der Bahn nicht barrierefrei

Coronavirus GDL-Chef Weselsky fordert Impfvorrang für Bahnbeschäftigte

SPD Fraktionschef fordert Staatseinstieg bei Thyssenkrupp

Gastronomie Aus Novemberhilfen müssen Winterhilfen werden

« Vorheriger ArtikelNächster Artikel »