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Karstadt Muenchen Weihnachtsschmuck

© Richard Huber / CC BY-SA 3.0

15.09.2014

Abbau Karstadt will 2000 Stellen streichen

Allerdings dürfte es dabei nicht bleiben.

Essen – Unter dem neuen Besitzer René Benko will Karstadt 2000 der knapp 17000 Stellen streichen. Das berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ, Montagausgabe) unter Berufung auf Kreise des Aufsichtsrats, der am vergangenen Donnerstag zum ersten Mal seit der Übernahme durch den österreichischen Investor getagt hatte.

Aufsichtsrat und Management hatten ein hartes Sparprogramm angekündigt, ohne Details bekannt zu geben. Intern hat der Vorstand des Warenhauskonzerns offenkundig jedoch bereits sehr konkrete Pläne genannt. Demnach ist die Konzernzentrale in Essen vom Sparprogramm besonders betroffen: Hier sollen 400 der noch etwa 1400 Verwaltungsstellen abgebaut werden. In den Filialen sollen weitere 1600 Arbeitsplätze wegfallen.

Allerdings dürfte es nach WAZ-Informationen bei den zunächst genannten 2000 nicht bleiben. Denn die mögliche Schließung von Filialen ist den Aufsichtsratskreisen zufolge noch nicht mit eingerechnet. Defizitäre Warenhäuser zu schließen, hatte die Karstadt-Führung aber erstmals ausdrücklich als Möglichkeit genannt. Handelsexperten halten 20 bis 30 der bundesweit noch 83 Warenhäuser für gefährdet.

Nach der Aufsichtsratssitzung hieß es, Beschlüsse in dieser Hinsicht seien nicht gefasst worden. Dies könnte jedoch in der nächsten Sitzung des Kontrollgremiums im Oktober geschehen. Filialschließungen würden die Zahl der zu streichenden Stellen dann weiter erhöhen.

Ohne eine harte Sanierung würde die traditionsreiche Warenhauskette nach Überzeugung des Managements bis 2016 in die nächste Insolvenz steuern. Bis dahin hat der Vorstand mit dem jetzigen Filialnetz und seinem Personalstand Verluste von 209 Millionen Euro hochgerechnet, wie die Aufsichtsratskreise bestätigten. Diese Zahl hatte auch die Bild am Sonntag unter Verweis auf ein Schreiben des Aufsichtsrats an alle Führungskräfte des Konzerns genannt.

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