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Karstadt

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23.03.2014

Karstadt Sanierung mit dezentralen Rettungsmaßnahmen

„Wir starten jetzt gerade ein großes Projekt.“

Berlin – Die neue Karstadt-Chefin Eva-Lotta Sjöstedt setzt zur Sanierung der angeschlagenen Warenhauskette auf dezentrale Rettungsmaßnahmen. „Bislang hat die Zentrale in Essen entschieden, was in den 83 Filialen von Lübeck bis Konstanz in den Regalen steht. Das wollen wir anders machen. Denn die Mitarbeiter vor Ort wissen am besten über die Kundenwünsche Bescheid“, sagte Sjöstedt „Bild am Sonntag“.

Konkret kündigte sie an: „Wir starten jetzt gerade ein großes Projekt. Es geht dabei darum, dass die Mitarbeiter und Betriebsräte in den Filialen zusammen mit dem Filialleiter eine individuelle Strategie für ihr Warenhaus entwerfen. Denn die Karstadt-Häuser sind sehr unterschiedlich. Einige sind eher Nahversorger, wie München-Schwabing, andere locken unglaublich viele Touristen an, etwa Berlin Ku’damm. Es geht also um Fragen wie: Was ist Schwerpunkt der Produktpalette, welche Mode oder welches Porzellan wird angeboten?“

Auf hochbezahlte Unternehmensberater will Sjöstedt künftig verzichten: „Meine wichtigsten Berater sind meine Mitarbeiter und die Karstadt-Kunden. Ich habe jetzt schon 50 Filialen besucht und ich habe viel Vertrauen in die Belegschaft – wir machen das zusammen. Die Mitarbeiter werden Karstadt neu erfinden.“

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