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Kardinal Marx Organisierte Sterbehilfe muss verboten werden

Die geltende Rechtslage sei im Prinzip „sehr vernünftig“.

Berlin – Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, fordert ein Verbot der organisierten Sterbehilfe und eine neue Berufsordnung für Ärzte.

Vor der Orientierungsdebatte des Bundestages zum assistierten Suizid sagte Marx dem Nachrichtenmagazin „Focus“, die geltende Rechtslage sei im Prinzip „sehr vernünftig“. In einem Punkt müsse man aber „Schutzmauern errichten gegen eine schiefe Bahn, die den Suizid normalisieren und letztlich wohl auch zum Töten auf Verlangen führen würde: nämlich gegen die organisierten Formen der Suizidbeihilfe“.

Auch beim ärztlichen Standesrecht besteht nach Ansicht des Erzbischofs von München und Freising Handlungsbedarf: „Hier muss es klare Verbote geben.“ Gleichzeitig bräuchten die Ärzte aber auch „Raum, um ohne Angst vor juristischen Konsequenzen Einzelfall-Entscheidungen treffen zu können, also um zu beurteilen, ob eine Behandlung noch auf Therapie oder das Sterben auszurichten ist“.

Dass der Bundestag über die Suizidhilfe diskutiert, finde er gut, sagte Marx zu „Focus“. Man sucht „offenbar und hoffentlich auch eine breite Debatte über das Thema Sterben in Würde“. Er wünsche sich, „dass sich das Parlament hier nicht als Gesetzesmaschine, sondern als Marktplatz der öffentlichen Debatte versteht“, und dass die Palliativversorgung und die Hospizarbeit eine deutliche Stärkung erfahre.

Er glaube allerdings nicht, dass es mit einer Debatte und einem Gesetz getan sei. „Es wird eine bleibende Herausforderung sein, wie wir mit Alter und Sterben in dieser Gesellschaft umgehen. Es ist ein Kernthema, ob unsere Gesellschaft menschlich bleibt oder nicht“, so Marx.

08.11.2014 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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