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Philipp Rösler und Rainer Brüderle

© über dts Nachrichtenagentur

29.08.2013

"Kanzler-Duell" Brüderle kritisiert „Boulevardisierung“ der Politik

„TV-Duell ein Stück Irritation.“

Berlin – Der Spitzenkandidat der FDP bei der Bundestagswahl, Rainer Brüderle, hat den vier großen deutschen TV-Systemen wegen deren einseitiger Präsentation der Spitzenkandidaten im „Kanzler-Duell“ am kommenden Sonntag „Boulevardisierung“ von Politik vorgeworfen.

Gegenüber der „Neuen Presse“ sagte der 68-Jährige, er halte es nicht für richtig, dass sich lediglich Angela Merkel (CDU) und Peer Steinbrück (SPD) präsentieren dürften, „weil wir keinen Bundeskanzler direkt wählen.“ Schließlich werde der Regierungschef aus dem Bundestag heraus gewählt, und nicht – wie in der Präsidialdemokratie der USA – direkt.

Die Kandidaten-Auswahl befördere eine „Boulevardisierung“ von Politik, „als ob es einen Zweikampf über die direkte Zustimmung für die beiden Personen gäbe“. Außer im Falle einer Großen Koalition entscheide aber „das Verhältnis und die Stärke der kleinen Parteien untereinander“, wer Kanzler werde.

„Insofern ist dieses TV-Duell ein Stück Irritation und auch schiefer Darstellung in der Öffentlichkeit“, resümiert der FDP-Politiker.

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