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Margot Käßmann

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27.09.2014

Käßmann Gewaltlos auf IS-Terror reagieren

„Es muss auch ein Nein zu Waffenlieferungen erlaubt sein.“

Berlin – Die Theologin und frühere Landesbischöfin Margot Käßmann beharrt angesichts des IS-Terrors im Irak und Syrien auf dem Vorrang gewaltloser Reaktionen. „Es muss auch ein Nein zu Waffenlieferungen erlaubt sein. Dass diese Antwort heute lächerlich gemacht wird, ist ein Problem“, sagte Käßmann dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstag-Ausgabe).

„Vielleicht müssen wir es aushalten, dass wir alle miteinander hilflos und ohnmächtig sind angesichts dieser Gewalt“, sagte Käßmann, die auch Schirmherrin der bundesweiten Kampagne „Aktion Aufschrei – stoppt den Waffenhandel!“ ist. In solch einer Lage wie derzeit im Irak oder Syrien würden „alle schuldig, so oder so“, argumentierte Käßmann weiter.

Sie verurteile niemanden, der für den Export von Waffen oder den Einsatz militärischer Gewalt votiere. „Aber sie sind nicht im alleinigen Recht.“ Jeder, der für Gewaltfreiheit eintrete, könne sich schuldig machen mit Blick auf die Opfer. Das wisse sie, bekannte Käßmann. „Ich nehme aber die Option in Anspruch, schuldig zu werden, indem ich sage: keine Waffen liefern und nach anderen Wegen der Hilfe suchen!“

Das Plädoyer zur Gewaltlosigkeit werde heute – anders als zur Zeit der Friedensbewegung – leichthin als naiv, traumtänzerisch oder hirnverbrannt abgetan, beklagte die protestantische Theologin. Entsprechende Angriffe – auch auf sie persönlich – dienten nur dazu, sich die „Zumutung vom Leib zu halten“, über andere Wege nachzudenken.

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