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Temperaturen auf fast minus 30 Grad gefallen

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06.02.2012

Kältewelle Temperaturen auf fast minus 30 Grad gefallen

Binnenschifffahrt in Deutschland stark eingeschränkt – ADAC fährt so viele Einsätze wie noch nie.

Berlin – Die eisige Kälte sorgt für immer neue Rekordwerte in diesem Winter. In Mecklenburg-Vorpommern fiel das Thermometer in der Nacht zum Montag auf der Insel Usedom auf minus 29,1 Grad, wie der Wetterdienst Meteomedia auf Hiddensee mitteilte. Auch an vielen anderen Orten Deutschlands sank das Thermometer weit unter die minus 20-Grad-Marke. In Ueckermünde an der polnischen Grenze wurden laut Deutschem Wetterdienst minus 28,7 Grad, im sächsischen Deutschneudorf minus 28,2 und in Oberstdorf im Oberallgäu minus 28,1 Grad gemessen.

In Dresden wurde eine 69-Jährige bei eisigen Temperaturen am Montag tot auf ihrem Balkon gefunden. Die genauen Todesumstände seien noch unklar, sagte eine Polizeisprecherin. Unterdessen gab die Polizei bekannt, dass ein im niedersächsischen Melle tot auf einer Parkbank gefundener Mann nicht wie zunächst angenommen erfror. Der 55-Jährige sei höchstwahrscheinlich einem Herzinfarkt erlegen.

Die seit mehr als einer Woche andauernde Kältewelle hat die Binnenschifffahrt in Deutschland so gut wie lahmgelegt. “Die größten Probleme bestehen in Bayern und im Osten des Landes”, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt, Jörg Rusche. So sei auf dem Main-Donau-Kanal keine durchgehender Schiffsverkehr mehr möglich. In Ostdeutschland sei aufgrund des Eises vor allem auf der Elbe, der Saale und der Oder praktisch kein Durchkommen mehr, sagte Rusche.

Nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamtes Dresden bringt die klirrende Kälte den Schiffsverkehr auf der Elbe komplett zum Erliegen. Ab Dienstagabend (18.00 Uhr) werde der Fluss von der tschechischen Grenze bis zur Saale wegen dicken Treibeises gesperrt, sagte ein Sprecher des Amtes.

Küstengewässer frieren allmählich ein

Darüber hinaus lässt der extreme Nachtfrost allmählich auch die Küstengewässer gefrieren. Laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) bildeten sich kompakte Eisstreifen vor der Halbinsel Zingst, vor Rügen, Usedom und in der Pommerschen Bucht. Seit Montag dürfen nur noch stärker motorisierte Schiffe mit Eisklasse sowie im Konvoi mit Eisbrechern die Häfen Stralsund, Wolgast, Greifswald-Ladebow, Lubmin und Vierow ansteuern. Im Hamburger Hafen sind bereits seit Donnerstagabend Eisbrecher im Einsatz.

Auch im Straßenverkehr sorgt der strenge Frost für erhebliche Behinderungen. Das Wetter bescherte den ADAC-Pannenhelfern nach eigenen Angaben “so viel Arbeit wie noch nie”. Mit bundesweit täglich knapp 30.000 gemeldeten Pannen liege die Zahl der Einsätze derzeit fast dreimal so hoch wie an gewöhnlichen Wintertagen, sagte ADAC-Sprecherin Maxi Hartung in München.

Löschwasser der Feuerwehr friert ein

Die Feuerwehr sorgt sich unter dessen um zusätzliche Gefahren bei ihren Einsätzen. Bei einem Hausbrand im nordrhein-westfälischen Asmissen kam es zu Problemen, weil das Wasser an den Zapfstellen in den Hydranten eingefroren war. Die Feuerwehr musste einen Pendelverkehr mit Tankwagen für das Löschwasser aufbauen.

In Mecklenburg-Vorpommern kämpft die Feuerwehr auch gegen die Kälte an. “Die größten Probleme haben wir damit, das Wasser während eines Einsatzes am Laufen zu halten”, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landesbrandmeister Heino Kalkschies. So müssten die Pumpen ständig in Betrieb sein, um das Löschwasser nicht einfrieren zulassen. Zudem bestünde die Gefahr, dass das Löschwasser auf angrenzende Straßen fliest und dort zu dicken Eisschicht gefriert.

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