Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Politik - newsburger.de

Taliban-Kämpfer

© über dts Nachrichtenagentur

24.02.2013

Afghanische Hilfskräfte Racheakte der Taliban nach Abzug der ISAF-Truppen

„Hier sind wir und unsere Familien ganz sicher dem Tode geweiht.“

Kabul – Rund 1.200 einheimische Hilfskräfte von Bundeswehr und Bundespolizei in Afghanistan befürchten Racheakte der Taliban nach dem bevorstehenden Abzug der ISAF-Truppen im nächsten Jahr. „Wir appellieren an die Bundesregierung – nehmt uns mit nach Deutschland. Hier sind wir und unsere Familien ganz sicher dem Tode geweiht“, sagte ein afghanischer Dolmetscher dem Nachrichtenmagazin „Focus“ im Heerlager Masar-i-Scharif.

Hilfskräfte, die zum Teil seit vielen Jahren als Übersetzer, Koch oder Fahrer für deutsche Einheiten arbeiten, sind laut „Focus“ längst von Spitzeln auf so genannten Verräter-Listen erfasst. Als angebliche Kollaborateure drohen ihnen nach Einschätzung deutscher Sicherheitsbehörden drastische Strafen.

Das Auswärtige Amt arbeitet derzeit an einem Plan zur Aufnahme gefährdeter Personen in Deutschland. Bundespolizei-Präsident Dieter Romann sagte dem afghanischen Vize-Innenminister Rahman in Kabul, die Grundlagen für eine gute Entwicklung des Landes seien geschaffen. Die Bundespolizei werde diesen Prozess auch künftig begleiten.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/kabul-afghanische-hilfskraefte-deutscher-einheiten-fuerchten-racheakte-der-taliban-61054.html

Weitere Nachrichten

Flüchtlinge

© ververidis / 123RF Lizenzfreie Bilder

Bericht NRW beteiligt sich nicht an Afghanistan-Abschiebung

NRW wird sich an der dritten Sammelabschiebung nach Afghanistan nicht beteiligen. Das erfuhr die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" ...

Fazle-Omar Moschee Hamburg

© Daudata / gemeinfrei

Spitzel-Affäre um Ditib Generalbundesanwalt ermittelt gegen 16 Tatverdächtige

Die Bundesanwaltschaft ermittelt derzeit gegen 16 Tatverdächtige in der Spitzel-Affäre um Deutschlands größten Islamverband Ditib. Das sagte der ...

Jürgen Trittin Grüne

© Bündnis 90 / Die Grünen / CC BY-SA 2.0

Grüne Trittin sieht gute Chancen auf Regierung ohne CDU/CSU

Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin sieht trotz niedriger Umfragewerte seiner Partei Chancen auf eine Regierungsbeteiligung in Berlin. "In den Umfragen ...

Weitere Schlagzeilen