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Jüngere Beschäftigte können auf mehr Urlaub hoffen

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20.03.2012

Gericht Jüngere Beschäftigte können auf mehr Urlaub hoffen

Dauer des Urlaubs der wegen ihres Alters diskriminierten Beschäftigten müsse auf 30 Arbeitstage erhöht werden.

Erfurt – Eine im Tarifvertrag vorgesehene altersabhängige Staffelung der Urlaubsdauer ist rechtswidrig. Das Bundesarbeitsgericht gab am Dienstag einer 39-jährigen Arbeitnehmerin recht, die gegen eine solche Staffelregelung im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst geklagt hatte und 30 statt 29 Tagen Urlaub wollte.

Laut Urteil verfolgt die tarifliche Urlaubsstaffelung nicht das legitime Ziel, einem gesteigerten Erholungsbedürfnis älterer Menschen Rechnung zu tragen. Dies ließe sich bei Beschäftigten ab dem 30. beziehungsweise 40. Lebensjahr auch kaum begründen, erklärte das Erfurter Gericht. Die Dauer des Urlaubs der wegen ihres Alters diskriminierten Beschäftigten müsse daher auf 30 Arbeitstage pro Kalenderjahr erhöht werden.

(Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 20. März 2012 – 9 AZR 529/10 – Vorinstanz: Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 24. März 2010 – 20 Sa 2058/09 -)

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