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Agentur Arbeit ARGE

© Mathias Bigge / CC BY-SA 3.0

20.04.2015

Bericht Jobcentern fehlen bis zu 600 Stellen für Hartz-IV-Bescheide

Etwa jeder Dritte Mitarbeiter mit den Arbeitsbedingungen insgesamt unzufrieden.

Düsseldorf – Für die Erstellung der komplizierten Hartz-IV-Bescheide fehlen bundesweit bis zu 600 Stellen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage der Linksfraktion im Bundestag hervor, die der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Montagausgabe) vorliegt.

„Je nach Berechnungsmethodik und Berücksichtigung der Rahmenbedingungen ergab sich im bundesweiten Durchschnitt ein personeller Mehrbedarf maximal von rund 600 Vollzeitäquivalenten und minimal von rund 200 Vollzeitäquivalenten“, heißt es in der Antwort.

Eine zusätzliche Befragung unter den Mitarbeitern der Job-Center ergab, dass 74 Prozent der Ansicht sind, ihnen stehe für die Fallbearbeitung zu wenig Zeit zur Verfügung. Etwa jeder Dritte zeigte sich mit den Arbeitsbedingungen insgesamt unzufrieden. Und nur jeder Vierte erklärte, dass die vorhandenen IT-Anwendungen einen störungsfreien Ablauf ermöglichten.

„Die Regierung hat klar eingeräumt, dass die Arbeitsverwaltung personell unterbesetzt ist“, sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Sabine Zimmermann. Die Regierung müsse mehr Geld zur Verfügung stellen, damit die Sozialleistungen „sachgerecht und zeitnah“ bearbeitet werden könnten.

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