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15.10.2009

Italien bestreitet Vorwürfe der Bestechung afghanischer Terroristen

Rom – Italien hat die Vorwürfe, afghanische Taliban-Kämpfer bestochen zu haben, vehement zurückgewiesen. Einen Bericht der in Großbritannien erscheinenden „Times“ bezeichnete Italiens Verteidigungsminister Ignazio La Russa als „Müll“ während Ministerpräsident Silvio Berlusconi bereits eine Klage gegen die Zeitung vorbereiten lassen soll. Die „Times“ hatte zuvor berichtet, dass der italienische Geheimdienst 2007 und 2008 Taliban-Kommandeure bestochen haben soll. Demnach sollten die Gelder die Terroristen davon abhalten, italienische Soldaten anzugreifen. Dabei berief sich das Blatt auf hochrangige Nato-Kreise. Weiterhin heißt es, die USA hätten Beweise für die Bestechungen, wonach der US-Geheimdienst Gespräche abgehört haben soll. Ein Mitglied des Geheimdienstes sprach gegenüber der Zeitung von einem Skandal, nach dem Italien nun sehr viele Fragen beantworten müsse. In diesem Zusammenhang wird außerdem vermutet, dass durch die Bestechungszahlungen sogar französische Soldaten in Gefahr gebracht wurden, da diese Italien in der Provinz Sarobi ablösten und nicht über die Zahlungen informiert wurden. Demnach nahmen die französischen Truppen an, dass es sich um eine friedliche Lage in der Region handele. Wenig später starben bei einem hinterhältigen Angriff der Taliban zehn französische Soldaten.

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