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Israel verschärft Terrorvorwürfe gegen Iran

© AP, dapd

15.02.2012

Staatsterror Israel verschärft Terrorvorwürfe gegen Iran

Netanjahu verurteilt vermeintlichen iranischen Staatsterror.

Bangkok – Nach einem missglücktem Anschlag in der thailändischen Hauptstadt Bangkok hat Israel die Anschuldigen gegen den Iran verschärft. Die dort entdeckten Sprengsätze ähnelten Bomben, die bei einem Anschlag in Indien und einem Attentatsversuch in Georgien eingesetzt worden seien, sagte der israelische Botschafter in Thailand, Itzchak Schoham, am Mittwoch. Bei den Tätern von Bangkok handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um drei Iraner.

Zwei Sprengsätze wurden nach einer Explosion am Dienstag in einem Haus Bangkok entdeckt. Es handele sich um Magnetbomben, die an Autos hätten befestigt werden können, sagte der Botschafter. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu warnte vor den weltweiten Folgen vermeintlicher iranischer Aggressionen. “Wenn diese Aggression nicht gestoppt wird, wird sie schließlich auf weitere Länder übergreifen”, sagte Netanjahu am Mittwoch im israelischen Parlament in Jerusalem.

Der Regierungschef beharrte darauf, dass der Iran hinter den Anschlägen auf israelische Diplomaten in Indien und Georgien in dieser Woche stecke. In Neu-Delhi wurden am Montag vier Menschen verletzt, darunter die Frau eines Diplomaten. Die Bombe in der georgischen Hauptstadt Tiflis konnte am selben Tag entschärft werden. In beiden Fällen wurden die Bomben an Autos befestigt.

Iran weist Verwicklung von sich

Der Iran hat alle Verwicklung in die Vorfälle zurückgewiesen. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ramin Mehmanparast, nannte die Anschuldigungen gegen den Iran gegenstandslos. Israel versuche, die Beziehungen des Iran zu Thailand zu schädigen und verbreite Verschwörungstheorien. Der Iran selbst bezichtigte Israel Anfang Januar einen iranischen Atomwissenschaftler getötet zu haben.

Die thailändische Behörden untersuchen die Hintergründe und Umstände der Tat in Bangkok weiter. Nach bisherigen Erkenntnissen explodierten in einem Haus im Zentrum von Bangkok, das von den Tatverdächtigen bewohnt wurde, am Dienstag versehentlich ein Sprengsatz. In dem Haus wurden danach zwei weitere Bomben gefunden und entschärft.

Trio aus dem Iran

Zwei Iraner konnten nach Angaben der Polizei nach den Explosionen festgenommen werden. Ein weiterer Mann konnte sich am Dienstagabend zunächst nach Malaysia absetzen, wo er am Mittwoch aber ebenfalls festgenommen wurde. Gesucht werde weiterhin nach einer iranischen Frau, die das Haus angemietet haben soll.

Große Menschenmengen oder Gebäude hätten die beiden Verdächtigen nicht ins Visier nehmen können, erklärte die thailändische Polizei am Mittwoch. Ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden Explosionen vom Dienstag in Bangkok mit fünf Verletzten und den Anschlägen in Neu-Delhi und Tiflis am Montag gibt, stehe nach Angaben des Chefs des nationalen Sicherheitsrats, Wichean Potephosree, nicht fest.

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