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29.08.2011

Ischinger sieht Deutschlands Alleingänge als nicht vertrauensfördernd

München – Der Sicherheitsexperte Wolfgang Ischinger sieht Deutschlands Alleingänge wie beim Libyen-Einsatz als nicht vertrauensfördernd an. „Vertrauen und Berechenbarkeit sind aber nun mal das höchste Gut in der Außenpolitik, es sind keineswegs nur Sekundärtugenden“, sagte Ischinger im Deutschlandfunk. Deutschland dürfe nicht zum „Problembär“ der NATO werden, genauso wenig in der NATO wie in der Europäischen Union.

„Aber ich sehe das nicht, dass wir hier als unberechenbar gesehen werden“, so der Experte weiter. Erstens sei man nicht der einzige NATO-Partner gewesen, der sich aus dem Fall Libyen herausgehalten habe und zweitens war man sich unsicher, ob der Einsatz gut begründet sei. „Und die Tatsache, dass das nun viele Monate gedauert hat, (…) begründet also durchaus die Schlussfolgerung, dass solche, auf Luftangriffe beschränkte militärische Einsätze eigentlich nur im äußersten, wirklich nur im äußersten Notfall ratsam sind“, sagte Ischinger.

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