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Investor in Offenbach gefunden

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01.02.2012

Manroland Investor in Offenbach gefunden

Insolvenzverfahren eröffnet – 55% der Arbeitsplätze bleiben erhalten.

Augsburg – Auch für das Offenbacher Werk des insolventen Druckmaschinenherstellers Manroland gibt es einen Käufer. Vorbehaltlich der Zustimmung des Gläubigerausschusses habe man Investoren für die Werke in Augsburg, Offenbach und die internationalen Vertriebsgesellschaften gefunden, die ein langfristiges Engagement zugesagt hätten, erklärte Insolvenzverwalter Werner Schneider am Mittwoch in Augsburg.

Dass das Augsburger Hauptwerk an die Lübecker Possehl-Gruppe gehen soll, ist bereits bekannt. Zur Identität des Investors für Offenbach wollte sich der Insolvenzverwalter vor dem Ende des Treffens des Gläubigerausschusses am Nachmittag nicht äußern. Das Gremium sollte zusammentreten, um über die Veräußerung des Unternehmens zu beraten und zu entscheiden. Einem Bericht der “Augsburger Allgemeinen” zufolge soll es sich bei dem Käufer für das Offenbacher Werk um den britischen Mischkonzern Langley handeln.

Langley hat weltweit etwa 2.300 Mitarbeiter. 2011 machte das Unternehmen bei einem Umsatz von 495 Millionen Euro 76 Millionen Gewinn vor Steuern. Es ist unter anderem in Großbritannien, Deutschland, Frankreich und den USA tätig.

Das Amtsgericht Augsburg hatte am Morgen das Insolvenzverfahren für Manroland eröffnet. Der bisher vorläufige Insolvenzverwalter Schneider wurde in seiner Position bestätigt. Den aktuellen Zahlen zufolge könnten 55 Prozent der Arbeitsplätze bei Manroland erhalten bleiben, erklärte Schneider. “Angesichts der Kürze der Zeit und der Komplexität des Verfahrens ist dieser Wert erfreulich. Trotzdem ist jede Kündigung eigentlich eine zu viel.”

Mitarbeiter, die nicht übernommen würden, können in Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften übertreten, die an den drei Standorten in Deutschland am Mittwoch ihren Betrieb aufnahmen, wie es weiter hieß. Diese bieten ein halbes Jahr Qualifizierungsmaßnahmen, Hilfe bei der Stellensuche und eine Bezahlung von 80 Prozent des ursprünglichen Nettogehalts.

Die Laufzeit entspreche dem Üblichen bei großen Insolvenzverfahren, sagte Schneider. In vergangenen Verfahren habe man Vermittlungsquoten von weit mehr als 50 Prozent erreicht.

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