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ICE der Deutschen Bahn
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Investitionsprogramm Bahn will Reisen in Fernzügen attraktiver machen

„Wir machen kein Dumping!“

Berlin – Mit einem millionenschweren Investitionsprogramm will die Deutsche Bahn das Reisen in ihren Fernzügen attraktiver machen. „Wir haben beschlossen, in den kommenden drei Jahren 200 Millionen Euro zusätzlich in die Hand zu nehmen, um Service, Qualität und Pünktlichkeit im Fernverkehr zu verbessern“, sagte Bahnchef Rüdiger Grube der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwochsausgabe).

Damit will die Bahn dem Blatt zufolge auch Probleme in den Bordbistros angehen, wo seit einiger Zeit häufig Kaffeemaschinen, Dampfgarer oder Kühlschränke ausfielen. Bahnfahren müsse „einfach komfortabler werden“, sagte Grube. „Gerade mit unseren Bistros können wir im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern punkten. Wo sonst kann man während der Reise essen gehen?“

Kostenloses Wlan für alle Fahrgäste kündigte Grube für das Jahr 2016 an. Vorher sei das nicht möglich. Zwar seien bis Ende dieses Jahres 231 der 255 ICE-Züge mit der dafür nötigen Technik ausgestattet. Aber „in so einem ICE können bis zu 900 Fahrgäste sitzen“, sagte der Bahnchef. „Mal angenommen, nur die Hälfte von denen würde Wlan nutzen – dann muss die Strecke links und rechts der Gleise so ausgestattet sein, dass sich bei Tempo 250 oder noch schneller 450 Menschen gleichzeitig aus einer Funkzelle auswählen und in die nächste einwählen können, ohne dass die Verbindung abbricht.“ Andernfalls würden sich die Menschen ständig über die schlechte Qualität ärgern. „Das wollen wir erst recht vermeiden.“

Auf einen Preiskampf mit den meist deutlich billigeren Fernbussen wolle sich die Bahn nicht einlassen, sagte Grube weiter. „Wir machen kein Dumping!“ Dafür sei das System Schiene viel zu teuer geworden. „Vom kommenden Jahr an etwa müssen wir 160 Millionen Euro an EEG-Umlage zahlen, statt früher 55 Millionen Euro. Außerdem zahlen wir 60 Millionen Euro für den CO2-Emissionshandel, 120 Millionen Euro Stromsteuer, um nur einige Benachteiligungen zu nennen.“ Gleichzeitig werde die Lkw-Maut gesenkt und Fernbusse zahlten weiterhin überhaupt keine Maut. „Von einem fairen Wettbewerb zwischen Bahn, Bus und Lkw kann da keine Rede sein.“

Was die Baustelle Stuttgart 21 anbelange, laufe „alles nach Plan“, sagte Grube, „sowohl zeitlich als auch bei den Kosten“. Bei der Neubaustrecke liege die Bahn „derzeit sogar mit einem dreistelligen Millionenbetrag unter den von uns angenommenen Kosten“.

Grube geht daher weiter davon aus, dass der Bahnhof 2021 in Betrieb genommen werden könne. Es komme aber darauf an, „dass wir eine schnelle Verständigung beim Thema Flughafenbahnhof bekommen. Denn hier drängt die Zeit.“

03.12.2014 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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