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Mel Gibson

© Georges Biard / CC BY-SA 3.0

27.02.2010

Mel Gibson „Ich weiß nicht, ob ich zu Selbstjustiz fähig wäre“

„Ich bin gar nicht gut im Leiden.“

München – Mel Gibson stand im Film wie auch in Wirklichkeit schon oft am Abgrund. Doch Jammern ist nicht sein Ding: „Ich bin gar nicht gut im Leiden. Ich schreie mir die Seele heraus und hasse es, aber es verschafft einen Vorteil: Man findet Demut und am Ende steht die Erlösung“, sagte der bibelfeste Star in einem aktuellen Interview mit dem Fernsehsender TELE 5.

Das Leben sieht der 54-Jährige weniger entspannt als früher: „Es wird sogar schlimmer und dann ist man irgendwann tot“, witzelte Gibson gegenüber TELE 5. „Dafür wähle ich, seitdem ich 50 bin, meine Projekte besser aus. Wenn man realisiert, dass die Hälfte des Lebens vorbei ist, will man keinen Scheiß mehr machen. Du wirst klarer in deinen Entscheidungen und willst nur noch Filme drehen, die dir am Herzen liegen. Alles andere wäre Lebenszeitverschwendung. Lieber gehe ich angeln als bei einem Film dabei zu sein, der mir nichts bringt.“

Vor kurzem stand der Schauspieler unter der Regie von Jodie Foster vor der Kamera. „Ich mag sie, weil sie smart ist und den Mut besitzt, ihre Visionen durchzusetzen. Es ist eine bizarre Geschichte über einen Mann mit einer Biber-Handpuppe. Auf so etwas kann nur Jodie kommen.“

Eine geplante Fortsetzung zu ‚Lethal Weapon‘ wird aber ohne ihn stattfinden müssen: „Ich bin da raus, denn es fühlt sich für mich so an, als würde man Leichen aus ihren Gräbern holen.“

Als Cop, der rot sieht, bleibt Gibson auch im neuen Kinofilm ‚Auftrag Rache‘ seinem harten Image treu. Privat hat der erzkatholische Star ein eher zwiespältiges Verhältnis zur Selbstjustiz: „Das hängt davon ab, wer es getan hat, wo, wann und warum“, sagte der Oscar-Preisträger zu TELE 5.

„Ich hörte mal von einem Mann, der vollkommen mit den Nerven am Ende war, nachdem sein Kind entführt, gequält und ermordet wurde. Er lauerte dem Täter auf einem Flughafen auf und schoss ihm den Kopf ab. Ich konnte diesen Mann total verstehen, wüsste aber nicht, ob ich dazu fähig wäre. Wahrscheinlich nicht, aber wenn Kinder involviert sind, weiß man das nie“, so der achtfache Vater.

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