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18.03.2010

Benchmark Internet Explorer 9 schneller als Firefox

Die JavaScript-Engine dürfte laut ersten Tests bereits mit Firefox 3.6 mithalten.

Redmond – Auf seiner Webentwicklerkonferenz Mix hat Microsoft einen weiteren Einblick in die Entwicklung des kommenden Internet Explorer 9 erlaubt. Wenngleich das Plattform-Preview noch rudimentär gehalten ist, wird dennoch deutlich, dass Microsoft beim Thema Geschwindigkeit und modernen Webstandards zur Konkurrenz aufschließen will. Die Vorabversion kann über die Microsoft-Entwicklerhomepage getestet werden, funktioniert aber nur mit Windows Vista.

Schneller und moderner

Die JavaScript-Engine dürfte laut ersten Tests bereits mit Firefox 3.6 mithalten. Zudem unterstützt der geplante Browser erstmals die zukunftsweisende HTML5-Spezifikation, was das native Einbinden von Video- und Audiodateien auf Webseiten ohne zusätzliche Plug-ins erlaubt. Für Diskussionen könnte diesbezüglich allerdings sorgen, dass der IE9 wie Safari und Chrome den lizenzpflichtigen und patentierten Video-Codec H.264 sowie MPEG-4 unterstützt. Mozilla und Opera drängen hingegen auf den offenen Theora-Codec.

Eine moderne Engine sowie die fehlende Unterstützung von HTML5 waren zuletzt die Hauptangriffsflächen der Browserkonkurrenten gewesen. Wie der SunSpider-Benchmark-Test zeigt, landet das IE9-Preview vor Firefox 3.6 und 3.7 und liegt aktuell nur noch knapp hinter Safari und Chrome, was die schnelle Darstellung moderner Webseiten angeht. Um einen schnelleren Seitenaufbau zu ermöglichen, nutzt der IE9 für die Kompilation von JavaScript Multicore-Technologie bzw. greift auch auf den vorhandenen Grafikprozessor zu.

IE6-User sollen umsteigen

Neben der starken Konkurrenz im Browsersegment ortet man den Feind aber auch in den eigenen Reihen. So meinte IE9-Verantwortlicher Dean Hachamovitch in seiner gestrigen Keynote, dass man die Leute endlich vom Internet Explorer 6 wegbekommen müsse. Schätzungen zufolge surfen immer noch rund 20 Prozent der IE-User mit der veralteten Browser-Version.

Neben HTML5 hat Microsoft auch beim Thema CSS3 zur Browser-Konkurrenz aufgeschlossen, was neue Möglichkeiten für die flexible Gestaltung und das Design von Webseiten eröffnet. Durch die Unterstützung von SVG 1.1 lassen sich zudem interaktive, skalierbare Grafiken ohne entsprechende Plug-ins im Browser darstellen.

Veröffentlichungstermin unbekannt

Die für Microsoft-Begriffe recht freizügige Dokumentation des aktuellen Entwicklungsstandes markiert zudem eine Abkehr von der Geheimniskrämerei früherer Zeiten. Mit den alle acht Wochen erscheinenden Previews soll die Entwickler-Community zu Feedback animiert werden, was wiederum noch stärker als bisher in die Entwicklung des neuen Internet Explorers einfließen soll. Der Veröffentlichungstermin für eine Beta- oder gar Finalversion steht allerdings noch in den Sternen bzw. wird von Microsoft geheim gehalten.

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