Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Politik - newsburger.de

02.11.2010

Integrationsdebatte nicht für Stimmungsmache missbrauchen

Berlin – Der scheidende Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, Albert Schmid, hat vor Stimmungsmache in der Integrationsdebatte gewarnt. „Bei einigen Zehntausenden gibt es überhaupt keinen Grund, vor irgendeiner Zuwanderungswelle Angst zu haben. Deutschland ist in der EU nicht einmal das Hauptaufnahmeland. Wir rangieren hinter Großbritannien und hinter Frankreich“, sagte Schmid in einem Interview der „Frankfurter Rundschau“.

Der Fremdenfeindlichkeit müsse man „mit Rationalität begegnen und nicht mit Stimmungsmache“. Die vom bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) angestoßene Kulturkreis-Debatte sei „weder fachlich begründet noch macht sie in unserer globalisierten Welt einen Sinn“.

Schmid bedauerte weiterhin, dass der frühere Konsens in der Integrationsdebatte „aus vordergründigen Motiven gefährdet zu sein scheint“. Er betonte in der Zeitung, „dass die Probleme, die noch bestehen, tatsächlich lösbar sind“. So werde der Zusammenhang von Religion und Integration „maßlos überschätzt“, in Deutschland lebten „ungeheuer viele säkulare Muslime“.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/integrationsdebatte-nicht-fuer-stimmungsmache-missbrauchen-16684.html

Weitere Nachrichten

Flüchtlinge an einer Aufnahmestelle

© über dts Nachrichtenagentur

Bericht Abschiebungen in größerem Umfang lediglich in Balkanländer

Abgelehnte Asylbewerber aus Afrika oder Asien müssen in Europa nur extrem selten mit ihrer Abschiebung rechnen: Wie die "Welt" auf Grundlage von Zahlen, ...

Linksextremisten aus dem "Schwarzen Block"

© über dts Nachrichtenagentur

Linksradikale Szene Extremismusforscher warnt vor neuer Militanz

Nach Brandanschlägen auf Bahnanlagen warnt der Extremismusforscher Klaus Schroeder von der FU Berlin vor einer neuen Militanz der linksradikalen Szene. ...

US-Flagge

© über dts Nachrichtenagentur

Fall Warmbier USA senden nach Tod des Studenten scharfe Worte nach Nordkorea

Die USA haben nach dem Tod des US-Bürgers Otto Warmbier scharfe Worte in Richtung Nordkorea gesandt. "We hold North Korea accountable for Otto Warmbier’s ...

Weitere Schlagzeilen