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Hans-Werner Sinn

© Romy Bonitz, ifo Institut / CC BY-SA 3.0

31.05.2016

Integration von Flüchtlingen Langjähriger ifo-Chef fordert Lockerung des Mindestlohns

Sinn: Nur bei sich spreizenden Löhnen gibt es mehr Beschäftigung.

Osnabrück – In der Debatte um die Integration von Flüchtlingen hat der langjährige Chef des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, die Lockerung des gesetzlichen Mindestlohns gefordert. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag) schlug Sinn vor, dass Immigranten und junge Einheimische nach ihrem Eintritt in den Arbeitsmarkt ein paar Jahre warten müssen, bis sie Anspruch auf den Mindestlohn haben.

Der Ökonom erwartet sonst Schwierigkeiten bei der Eingliederung von Flüchtlingen: „Wenn der Mindestlohn unverändert bestehen bleibt, lässt sich die Integration nicht bewerkstelligen, weil es nicht genug Stellen gibt.“

Dabei dürfe es keine Sonderregeln für Flüchtlinge geben. Die Gleichbehandlung von einheimischen Jugendlichen mit Migranten werde verhindern, dass Migranten bei einer Lockerung der Mindestlohnvorschriften Einheimische unterbieten könnten. Sonst werde die schnelle Integration in den Arbeitsmarkt nicht gelingen, warnte Sinn: „Nur bei sich spreizenden Löhnen gibt es unten mehr Beschäftigung.“

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