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Mehr als ein Dutzend Tote bei Pilgerfest Kumbh Mela

© dapd

10.02.2013

Indien Mehr als ein Dutzend Tote bei Pilgerfest Kumbh Mela

Massenpanik an Bahnhof – Größte Menschenansammlung der Welt.

Allahabad – Bei einer Massenpanik während des indischen Pilgerfestes Kumbh Mela sind in der Stadt Allahabad mindestens 17 Menschen zu Tode getrampelt worden. Mehr als 20 hätten bei der größten Menschenansammlung der Welt schwere Verletzungen erlitten, als die Menge das Geländer einer Fußgängerbrücke am Bahnhof eindrückte, wie die Zeitung „Times of India“ am Sonntag online meldeten. Bei den meisten Opfern handele es sich um ältere Menschen.

Zum Höhepunkt des Fests versammelten sich am Sonntag am Zusammenfluss von Ganges und Yamuna nahe der indischen Stadt Allahabad schätzungsweise mehr als 30 Millionen Menschen. Ein Bad in den Fluten reinigt die Menschen nach hinduistischer Glaubenslehre von ihren Sünden. Während der 55 Tage langen Pilgerfahrt von Januar bis März, die nur alle zwölf Jahre stattfindet, dürften insgesamt rund 100 Millionen Menschen ein Bad nehmen.

Eine alte Frau mit Namen Sarghu war aus Nepal an den Ganges gereist. Das Bad sei „wundervoll“ gewesen, berichtete sie. „Ich habe keine Worte für dieses Erlebnis.“ Sie habe viel von dem Pilgerfest gehört. „Aber man glaubt es erst, wenn man selbst dabei ist.“ Der Badetag Mauni Amavasya, der auf den Sonntag fiel, ist der wichtigste. Die Gläubigen stiegen an etwa 20 verschiedenen Punkten ins Wasser.

Mehr als 14.000 Polizisten im Einsatz

Es gelten scharfe Sicherheitsvorkehrungen, mehr als 14.000 Polizisten sind im Einsatz. „Alle Einlässe sind seit Samstagnacht abgeriegelt, um eine Überfüllung zu verhindern“, sagte ein Beamter der indischen Nachrichtenagentur IANS. Die riesige Menschenmenge wird von 68 Wachtürmen aus und mit Dutzenden Überwachungskameras beobachtet, hieß es weiter. Über dem Gelände kreisten Hubschrauber.

Er wolle „ein Teil der Geschichte“ sein, sagte der Niederländer Ian Bridget, der auch zu dem Pilgerfest gereist war. „Es ist einfach faszinierend: die Menschenmenge, der Glaube, die Hoffnung.“

Aradhna Jaiswal hatte Indien in den 70er Jahren mit Ziel USA verlassen. Bei ihrem Besuch fühle sie sich mit dem Ganges verbunden. „Es ist fast, als ob Ganga Ma mir ein Zeichen gibt. Ich bin hier, um Teil dieses großartigen Ereignisses zu sein.“

Kumbh Mela hat seinen Ursprung in der hinduistischen Mythologie. Danach stritten sich Götter und Dämonen um einen Krug mit Nektar, wobei einige Tropfen auf die Städte Allahabad, Nasik, Ujjain und Haridwar fielen. In diesen vier Städten wird das Pilgerfest seit Jahrhunderten abgehalten.

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