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Indische Polizei wertet Überwachungskameras aus

© dapd

22.02.2013

Nach Explosionen Indische Polizei wertet Überwachungskameras aus

16 Tote und 117 Verletzte nach Detonationen.

Neu Delhi – Die indische Polizei will nach den schweren Bomben-Explosionen in der Großstadt Hyderabad am Donnerstag mithilfe von Überwachungsvideos nach den Tätern fahnden. Er gehe davon aus, dass die Auswertung der Aufnahmen auf drei Überwachungskameras am Explosionsort Hinweise liefern, sagte Gesundheitsminister Ghulam Nabi Azad am Freitag. Die Zahl der Toten war nach Angaben der Behörden am Freitag auf 16 gestiegen. Vier der insgesamt 117 Verletzten seien in kritischem Zustand. Am Vormittag hatten mehrere Minister, darunter Innenminister Sushilkumar Shinde, den Unglücksort besucht.

Die zwei Bomben waren am Donnerstag gegen 19.00 Uhr im belebten Hyderabader Stadtteil Dilsukhnagar im Minutentakt gezündet worden. Die in Essensbehältern versteckten Sprengsätze waren auf die Gepäckträger von zwei Fahrrädern montiert. Die Detonation war so stark, dass noch im Umkreis von 100 Metern Gebäude beschädigt wurden. In der Nähe sind zwei Kinos, ein Blumen- und Gemüsemarkt, Bushaltestellen, Imbisse, ein Tempel, der um diese Tageszeit von vielen Gläubigen besucht wird, sowie mehrere Bildungseinrichtungen. Regierung und Polizei gehen von einem Terroranschlag aus. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden unmittelbar nach dem Angriff im ganzen Land verschärft.

Hinweise auf mögliche Anschläge schürt Terrorangst

Innenminister Shinde legten zudem am Donnerstagabend offen, dass die Regierung in den Tagen vor den Explosionen Hinweise auf mögliche Anschläge erhalten habe. „Wir haben in den vergangenen zwei Tagen Informationen erhalten, dass es eine Explosion geben könnte“, sagte Shinde. Dabei sei jedoch keine Stadt genannt worden. In indischen Medien kursierten erste Spekulationen über möglicherweise islamistische Extremistengruppen hinter den Tätern.

Die Opposition attackierte die Regierung nach Shindes Erklärung scharf. Die wichtigen Hinweise seien offenbar nicht ernst genug genommen worden, sagte M. Venkaiah Naidu von der indischen Volkspartei BJP. Die Organe der inneren Sicherheit hätten zum wiederholten Mal versagt, kritisierten mehrere Oppositionspolitiker am Freitag in Delhi.

Ministerpräsident Manmohan Singh verurteilte die Anschläge auf das Schärfste. Er nannte sie „niederträchtig“ und bekräftigte, dass die Schuldigen nicht ungestraft davon kämen. Shinde erklärte am Freitag, dass die nationale Anti-Terror-Einheit die Ermittlungen gemeinsam mit den Polizeikräften an Ort und Stelle durchführen werde. „Die Regierung fühlt sich dazu verpflichtet, derartig feige Angriffe von Terroristen zu bekämpfen“, sagte Shinde.

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