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13.01.2013

Santander-Gruppe In Deutschland weiter auf Wachstumskurs

Ergebnis für 2012 nach vorläufigen Zahlen um 40 bis 45 Prozent gesteigert.

Frankfurt – Die deutsche Tochter des spanischen Bankkonzerns Santander bleibt trotz der Defizite beim übernommenen deutschen Privatkundengeschäft der SEB hier zu Lande auf Wachstumskurs. „Die Santander Consumer Bank AG als Dachgesellschaft hat ihr Ergebnis für 2012 nach vorläufigen Zahlen um 40 bis 45 Prozent gesteigert. Das Jahresergebnis dürfte bei 335 Millionen Euro liegen, also rund 100 Millionen Euro höher als 2011“, sagte Santander-Deutschlandchef Ulrich Leuschner im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe).

Ergebnistreiber seien die Autofinanzierung und die Warenfinanzierung für Möbelhäuser und Elektronikfachmärkte gewesen. Belastet hätten dagegen die Investitionen in die Informationstechnik und die Kosten der Restrukturierung bei dem von der SEB übernommenen Filialgeschäft. Bei den Kundenzahlen habe sich Santander in Deutschland mit konstant sieben Millionen in den vergangenen beiden Jahren „eher seitwärts bewegt.“

In diesem Jahr hänge viel davon ab, wie sich der deutsche Automarkt entwickele. „Bei den Kfz-Neuzulassungen rechnen wir mit einem Minus von rund sechs Prozent. Aber bei den Besitzumschreibungen – was für uns fast wichtiger ist – wird es ein kleines Plus geben. Der private Konsum wird auch etwas zulegen – unter dem Strich rechnen wir also mit einem leichten Erlöswachstum“, sagte Leuschner.

Vor zwei Jahren hatte Santander das deutsche Privatkundengeschäft der schwedischen SEB für 555 Millionen Euro gekauft. Bisher erwies sich die Integration aber schwieriger als gedacht. „Der Umbau dauert länger als erwartet“, sagte Leuschner, man habe erst rund die Hälfte des Weges hinter sich gebracht. Spätestens im Jahr 2015 – „vielleicht auch etwas früher“ – wolle man für das alte SEB-Geschäft, das heute unter Santander Bank firmiert, die Gewinnzone erreichen.

Leuschner will unter anderem auch das Wertpapiergeschäft der Santander Bank über den Vertrieb eigener Anlageprodukte ankurbeln. „Wir werden in Kürze mit einer eigenen Gesellschaft für das Asset Management an den deutschen Markt gehen. Mit der neuen KAG werden wir die gesamte Wertschöpfungskette abdecken.“ Ziel sei ein verwaltetes Vermögen von rund fünf Milliarden Euro.

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