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Im Titelkampf nur bei den Bayern Unruhe

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10.02.2012

1. Bundesliga Im Titelkampf nur bei den Bayern Unruhe

Schweinsteiger-Ausfall und Robben drücken Stimmung – Direktes Duell Gladbach-Schalke.

Düsseldorf – Erfolg schafft Ruhe und Ausgeglichenheit. Das ist auch im spannenden Titel-Vierkampf in der Fußball-Bundesliga so – mit einer Ausnahme. Während im einst so wilden Westen bei Spitzenreiter Borussia Dortmund, Revierrivale Schalke 04 und der Überraschungsmannschaft Borussia Mönchengladbach zum Teil eitel Sonnenschein herrscht, sorgen zwei Stars für Wirbel beim Verfolger Bayern München.

Der wochenlange Ausfall von Bastian Schweinsteiger hat den Rekordmeister getroffen und die Freude über den 2:0-Sieg beim VfB Stuttgart und den Einzug in das DFB-Pokal-Halbfinale arg getrübt. Und als ob das nicht schon genug wäre, bahnt sich ein Konflikt mit Stürmerstar Arjen Robben an, der in Stuttgart nicht berücksichtigt worden war.

Trainer Jupp Heynckes wollte Optimismus verbreiten. “Ich bin zuversichtlich, den Ausfall besser zu verkraften. Es muss so sein, dass wir ihn adäquat ersetzen können”, sagte er. Schweinsteiger hatte bereits nach einem Schlüsselbeinbruch wochenlang gefehlt. Für ihn soll nun David Alaba ran. Und zu Robben meinte Heynckes: “Es kann morgen oder auch in den nächsten Wochen jemand anderen treffen. Und das wird es auch.”

Babbel soll es richten, Skibbe und Labbadia unter Druck

Ruhe wünscht man sich unterdessen in den Niederungen der Tabelle. Bei 1899 soll die der neue Trainer Markus Babbel bringen, der am Freitag als Nachfolger des entlassenen Holger Stanislawski vorgestellt wurde und am Samstag bei Werder Bremen auf der Bank sitzt. Babbels Ex-Klub Hertha BSC Berlin hofft nach dem Aus im DFB-Pokal gegen Gladbach und dem Ärger über “Schauspieler” Igor de Camargo im Gastspiel beim VfB auf das erste Erfolgserlebnis unter Trainer Michael Skibbe. Und bei den Schwaben muss auch was kommen, ansonsten wird es für Bruno Labbadia ungemütlich.

Den deutschen Meister aus Dortmund konnte der wochenlange Ausfall von Mario Götze nicht aus der Spur werfen. Verpflichtung von Marco Reus, Vertragsverlängerungen von Trainer Jürgen Klopp und Sportdirektor Michael Zorc, dazu drei Siege in drei Spielen in der Rückrunde, Tabellenführung, Einzug in das DFB-Pokal-Halbfinale – Zeiten wie 2005, als der Klub vor der Insolvenz stand, sind nicht mehr denkbar. So soll es auch gegen Bayer Leverkusen weitergehen.

In Leverkusen sitzt ein “Gallisches Dorf”

“Leverkusen ist eine richtig gute Fußball-Mannschaft. Trotzdem ist sie nicht bei bester Stimmung. Woran das liegt, kann ich von hier aus nicht beurteilen”, sagte Klopp. Das Thema Michael Ballack hatte zum Beispiel für Verstimmung unter dem Bayer-Kreuz gesorgt. Dort gibt sich aber zumindest Trainer Robin Dutt trotzig. “Es gibt ein kleines gallisches Dorf unten bei uns in der Kabine, das sich nur mit Dortmund beschäftigt”, sagte der 47-Jährige. Die Borussia ist seit 14 Spielen ungeschlagen. Aber auch die Leverkusener haben in den vergangenen zehn Spielen nur gegen den 1. FC Nürnberg verloren. Das ist Jürgen Klopp auch Warnung genug: “Wir müssen mit den stärksten Leverkusenern rechnen, die es gibt.”

Brisanz im Verfolgerduell zwischen dem Vierten aus Mönchengladbach und dem Tabellendritten resultiert lediglich noch aus dem DFB-Pokal-Achtelfinale am 21. Dezember, das die Borussia 3:1 gegen Königsblau gewann. Da hat Jermaine Jones Gladbachs Superstar Reus absichtlich auf den einst lädierten Fuß treten – und brummt derzeit noch seine Sperre von acht Wochen ab. Alles scheinbar vergessen. Es geht um Fußball und um beeindruckende Serien. Die Gastgeber verloren nur einmal in den vergangenen zehn Spielen, Schalke in den vergangenen elf nur in Dortmund.

An einen kräftemäßigen Einbruch beim Gegner wegen des Pokals bei Hertha glaubt Huub Stevens nicht. “Erfolge machen alles einfacher. Die Gladbacher sind in einem sehr guten Rhythmus”, sagte der Coach. Und von einem richtungsweisenden Spiel im Kampf um die Champions-League-Plätze oder gar die Meisterschaft wollten er und Manager Horst Heldt nichts wissen. Jefferson Farfan könnte erstmals wieder in der Startelf stehen, nachdem er gegen Mainz (1:1) vorigen Samstag in der zweiten Halbzeit kam.

Babbel will “positiv beeinflussen”

Stevens hatte vor nicht allzu langer Zeit die Wogen geglättet, die der plötzliche Rückzug von Vorgänger Ralf Rangnick (Burnout-Syndrom) verursacht hatte. Auf einen ähnlichen Effekt setzt man bei 1899 Hoffenheim. “Ich hoffe, die Mannschaft auch in der Kürze der Zeit für das Spiel bei Werder positiv zu beeinflussen”, sagte Markus Babbel.

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