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Ilse Aigner sieht nach wie vor erhebliche Mängel bei Bankenberatung

© Deutscher Bundestag / H.J. Müller

17.07.2011

Anlageberatung Ilse Aigner sieht nach wie vor erhebliche Mängel bei Bankenberatung

Berlin – Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) sieht nach wie vor erhebliche Mängel bei der Anlageberatung der Banken. „Noch immer gibt es Banken, die sich nicht an die Vorgaben halten – und sehr große Unterschiede in der Beratungsqualität“, sagte Aigner dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Die Protokollpflicht bei der Beratung und die seit Juli gesetzlich vorgeschriebenen Beipackzettel für Finanzprodukte seien „ein großer Fortschritt“ und führten zu mehr Transparenz. Dennoch hält Aigner Kontrollen der Beratungsqualität durch verdeckte Ermittler der Finanzaufsicht BaFin für notwendig. Es sei wegen Unklarheiten zu Verzögerung bei der Umsetzung gekommen. „Die Testkäufer der BaFin werden aber kommen und den Banken ihren Besuch abstatten“, so Aigner.

Die in Deutschland praktizierte Provisionsberatung will Aigner nicht abschaffen: „Ich halte Provisionszahlungen nicht per se für verwerflich.“ Sie müssten jedoch bei jeder Geldanlage klar erkennbar sein. Als Alternative will die Ministerin in Zukunft die Honorarberatung installieren, die „ein Erfolgsmodell werden“ könne. Allerdings müsse dafür bei den Verbrauchern die Bereitschaft wachsen, auch für die reine Beratungsleistung zu zahlen.

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