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Christian Rach „Ihr seid keine Stars, ihr kämpft um eure Zukunft“

„Rachs Restaurantschule“ öffnet in Berlin-Mitte – Neue Staffel der RTL-Doku abgedreht.

Berlin – In der „Restaurantschule“ von RTL-Koch Christian Rach wird es ab Montag (5. März) ernst: Das Ausbildungslokal in der Jägerstraße in Berlin-Mitte wird am Abend als „Roter Jäger“ feierlich eröffnet. Am Dienstag geht dann der normale Restaurantbetrieb los.

In der zweiten Staffel der RTL-Doku kämpfen wieder elf Kandidaten um einen Platz in Rachs Restaurant. Fünf Profis betreuen die Teilnehmer. Die Praktikanten stammten aus schwierigen Familienverhältnissen oder seien zuvor arbeitslos gewesen, sagt Rach. Sie hätten auf dem ersten Arbeitsmarkt sonst nur geringe Chancen. Wer den Fernsehkoch überzeugt, bekommt die Chance, eine Ausbildung zu absolvieren.

Das Restaurant in der ehemaligen Sat.1-Kantine nahe dem Gendarmenmarkt ist schlicht eingerichtet. „Es muss nicht alles durchgestylt sein“, sagt Rach und zeigt auf die gebrauchte Garderobe im ersten Stock. Die Gäste finden im Erdgeschoss und in der ersten Etage Platz, wo sie den Köchen in der offenen Küche auf die Finger schauen können. Es gebe nichts zu verbergen, betont der Sternekoch. Er setze vor allem auf frische Zutaten: „Wir benutzen keinerlei Fertigprodukte“. In der zweiten Etage wurden eine Lehrküche und ein Schulungsraum eingerichtet.

Erste Staffel für Rach kein Misserfolg

Die erste Staffel der Show, die in Hamburg gedreht wurde, lief von August bis Oktober 2010 und erreichte eine Quote von durchschnittlich 5,13 Millionen Zuschauern. Dass inzwischen nur noch eine Kandidatin aus der ersten Auflage der „Restaurantschule“ in dem Hamburger Restaurant arbeitet, ist für Rach kein Misserfolg. Schließlich werde dort das Konzept fortgesetzt, auf benachteiligte Auszubildende zu setzen.

„Wenn es einer nicht schafft, dann ist das einfach so“, sagt der 54-Jährige. Jeder bekomme seine Chance, müsse aber auch bereit sein, diese zu nutzen: „Es gehören immer zwei dazu“. Das Projekt ist für Rach weder Castingshow noch „Sozialträumerei“. Vielmehr hätten sich alle Beteiligten zu einem „Social Business“ zusammengetan. Er wolle eine gute Unterhaltungssendung machen, betont Rach, der für RTL auch als Restauranttester im Einsatz ist. Dass auch der Kölner Privatsender, der die Show finanziert, auf hohe Quoten hofft, liegt auf der Hand.

„Wir nehmen das sehr ernst“

Rach verweist aber mit Nachdruck darauf, dass der Ausbildungsgedanke mindestens so wichtig wie die Show sei. „Wir nehmen das sehr ernst“, sagt der 54-Jährige. Zum Beweis doziert er über den schwierigen Übergang von Hartz IV in eine Lehre und berichtet über seine Gespräche mit der Industrie- und Handelskammer und dem Arbeitsamt. Auch nachdem die Kameras abgebaut sind, werde der „Rote Jäger“ weiter langsam und sinnvoll ausbilden, verspricht Rach.

Ob man den elf Kandidaten einen Gefallen tut, indem man sie zu Protagonisten einer Fernsehshow macht, steht indes auf einem anderen Blatt. „Wir haben aus den Fehlern der ersten Staffel gelernt“, beteuert Rach. So sei einigen Kandidaten der Medienrummel zu Kopf gestiegen. Daher habe er den Teilnehmern der aktuellen Show immer wieder deutlich gemacht: „Ihr seid keine Stars, ihr kämpft um eure Zukunft“. Das Rockstar-Image sei Köchen zu Unrecht angehaftet worden. Vielmehr handele es sich um einen stressigen Beruf mit unattraktiven Arbeitszeiten.

Auch sonst soll diesmal alles besser werden. In Hamburg hätten die Praktikanten zusammengewohnt. „Wir haben die gruppendynamischen Prozesse unterschätzt“, räumt Rach ein. Die Schüler der jetzigen Staffel hätten sich bislang gut geschlagen, „mit allen Höhen und Tiefen“.

RTL strahlt die neuen Folgen von „Rachs Restaurantschule“ vom 16. April an über einen Zeitraum von sechs Wochen aus.

03.03.2012 © dapd / newsburger.de

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